Identification of obstructive sleep apnoea as a novel and potentially treatable risk factor for postoperative de-novo silent and symptomatic atrial fibrillation after elective coronary artery bypass grafting surgery (CONSIDER AF – OBSERVATION)
Postoperativ neu aufgetretenes Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Komplikationen nach herzchirurgischen Eingriffen und ist mit einer erhöhten Morbidität, Mortalität und einer längeren Behandlungsdauer assoziiert. Insbesondere asymptomatische, „stille“ Vorhofflimmer-Episoden werden in der klinischen Routine häufig unterdiagnostiziert.
Rolle des Fibrinogen in der fibrotischen Narbenbildung bei ZNS-Erkrankungen
Bei vielen Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) entstehen zelluläre Narben, welche als Haupthindernis der Regeneration gelten. Das sich bildende Narbengewebe im ZNS kann in "gliale" und "fibrotische" Komponenten eingeteilt werden. Neben reaktiven Astrozyten als Bestandteil der gut beschriebenen „glialen“ Läsionsnarbe wurden perivaskuläre Fibroblasten als Bestandteil einer "fibrotischen" nicht-neuralen Läsionsnarbe bei ZNS-Erkrankungen identifiziert.
Die bidirektionale Beziehung zwischen dem Darmmikrobiom und Immunsuppressiva: Auf dem Weg zu einer personalisierten Immunsuppression in der Nierentransplantation
Medikamente zur Unterdrückung der Abwehrkräfte (Immunsuppressiva) sind der Grundpfeiler der Transplantationsmedizin. Da jeder Patient anders auf die Immunsuppression reagiert, ist es im Vorfeld der Transplantation schwierig das richtige Medikament und die richtige Dosis festzulegen. Daher kommt es nach Transplantationen oftmals zu Komplikationen. Seit kurzem wird vermutet, dass Bakterien in unserem Darm (das Mikrobiom) die Wirkung und Nebenwirkung von Immunsuppressiva beeinflussen können.
CINAMOPS: Critical Illness Polyneuropathie und Myopathie: Outcome, Prädiktoren und longitudinaler Entwicklungsverlauf.
Die Critical Illness Polyneuropathie (CIP) und Myopathie (CIM) treten häufig als Komplikationen von schweren Erkrankungen mit intensivmedizinischem Aufenthalt auf. Sie äußern sich vorwiegend in einer muskulären Schwäche des gesamten Körpers und einer verzögerten Genesung. Trotz der hohen Relevanz dieser Erkrankung mangelt es an Forschung zu Prognosestellung, Krankheitsverlauf und Therapieansätzen.
Charakterisierung der pro-thrombotischen Aktivität unreifer Thrombozyten bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung
Das Ziel dieses Projekts ist, die Untersuchung der schädlichen Rolle einer Untergruppe von Blutplättchen, die als retikulierte Blutplättchen (RPs) bezeichnet werden, bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK). RPs sind junge, hyperreaktive Blutplättchen mit pro-thrombotischem Potenzial. Eine hohe Anzahl von RPs im peripheren Blut ist ein Prädiktor für unerwünschte schwere Ereignisse bei Patienten mit KHK und nach akutem Myokardinfarkt. Der Grund für diese Korrelation ist noch unklar, und die Biologie von RPs muss genauer untersucht werden.
Neue therapeutische Richtungen zur Verringerung des thrombotischen Risikos bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung durch gezielte Beeinflussung einer pathologischen Endothel-Thrombozyten-Interaktion
Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) treten sowohl thrombotische als auch Blutungskomplikationen auf. Die derzeitige Therapie zur Senkung des thrombotischen Risikos konzentriert sich auf Thrombozytenaggregationshemmer, erhöht jedoch das Blutungsrisiko. Dies erfordert neue Therapien, die sich mit CKD-spezifischen Thrombosemechanismen befassen und die Auswirkungen auf die Blutung verringern.
Entschlüsselung der epigenetischen Basis der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung mittels eines stammzellbasierten in vitro Modells
In Folge einer kalorienreichen Ernährung entwickeln ca. 20 bis 30 Prozent der Menschen eine nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD). Hierbei kommt es zu Funktionsverlusten der Leber, die schlimmstenfalls eine Transplantation notwendig machen. Die Krankheit ist nicht vollständig verstanden und es gibt keine Medikamente gegen NAFLD. Wir wollen in Leberzellen von gesunden und kranken Spendern untersuchen, welche Rolle die Epigenetik bei der Entstehung von NAFLD spielt. Epigenetik umfasst Mechanismen, die die Genexpression nachhaltig beeinflussen.
Kognition beim Down-Syndrom: Einfluss von Entwicklung, klinischer Symptome und neuroanatomische Korrelate
Derzeit ist wenig darüber bekannt, wie sich kognitive Funktionen von Menschen mit einem Down-Syndrom (Trisomie 21) im Verlauf der Lebensspanne entwickeln. Hauptziel dieser Studie ist es, kognitive Funktionen vom Kindes- bis zum höheren Erwachsenenalter sowie Unterschiede zu gleichaltrigen Personen mit typischer Entwicklung zu untersuchen. Dazu werden neuropsychologische Tests, Fragebögen zu psychiatrischen Erkrankungen und dementiellen Symptomen sowie Bildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.
Untersuchung des mittels CRISPR-Cas9 generierten Knock-outs des Natriumkanals Nav1.8 in humanen induzierten pluripotenten Stammzellkardiomyozyten
Herzinsuffizienz wird mit Arrhythmien und plötzlichem Herztod assoziiert. Aktuelle Daten weisen daraufhin, dass nichtkardiale Natriumkanal-Isoformen wie der Nav1.8 zu Störungen der kardialen Elektrophysiologie führen. Um die Bedeutung des Nav1.8 zu untersuchen und eine kausale Verknüpfung von Nav1.8-induzierter Arrhythmie-Entstehung aufzuzeigen, werden Nav1.8 Knock-outs mittels CRISPR-Cas9-Technologie in humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen generiert und in Kardiomyozyten differenziert.