Rekonstruktion des unteren Harntraktes mit vaskularisierter „small intestinal submucosa“ (BioVaSc-TERM®); Acronym: UroVasC

Hauptantragsteller: PD Dr. sc. hum. Marco Metzger, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Translations-zentrum Regenerative Therapien, Würzburg
Dr. med. Frank-Mattias Schäfer, FEAPU, Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie Cnopfsche Kinderklinik, Nürnberg / Urologische und Kinderurologische Universitätsklinik des Uniklinikums Erlangen

Entwicklung Bildgebungs-basierter Prädiktionsmodelle durch Anwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz und Radiomics – eine multizentrische Studie

Das Analkarzinom ist eine seltene Krebserkrankung. Die aktuell beste Therapiemöglichkeit, die Radiochemotherapie, erreicht jedoch noch unzureichende Heilungsraten. Bisher konnten noch keine klinischen, molekularen oder pathologischen Eigenschaften definiert werden, um die Therapie für den individuellen Patienten anzupassen. Die vorliegende Arbeit soll Methoden der künstlichen Intelligenz und die Fähigkeiten der quantitativen Analyse von medizinischen Bildgebungsdaten („Radiomics“) untersuchen, um das Überleben der Patienten besser vorherzusagen.

Optimierte Bisacylphosphanoxide und maßgeschneiderte Kristallfasern zur milden photolatenten Krebstherapie

Krebs ist einer der Haupttodesursachen weltweit. Trotz Therapiefortschritten sind neue Ansätze dringend nötig. Ein solcher Ansatz ist Gegenstand dieses Projekts: In ihm werden kleine Moleküle untersucht, die für Zellen völlig ungiftig sind. Werden sie aber durch Licht aktiviert, zerfallen sie in kleinere Bestandteile, welche hochgiftig sind und Zellen rasch abtöten. Dafür sind aber spezielle Lichtleiter erforderlich, die das Aktivierungslicht präzise an den gewünschten Ort bringen – hier die Krebszellen. Solche Lichtleiter werden in diesem Projekt ebenfalls untersucht.

Gesund essen – trotz Corona!

Wie haben sich die Ess-, Trink- und Bewegungsgewohnheiten von Kindern seit Beginn der Corona-Pandemie verändert? Diesem Thema haben sich Experten des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München (TUM) gewidmet. Rund die Hälfte der zehn- bis 14-jährigen Kinder bewegen sich der Studie zufolge weniger. Vor allem die älteren Kinder essen seit dem Lockdown auch mehr Süßes und Salziges. Die Studie markiert den Startpunkt für den neuen Themenschwerpunkt „Ernährung im Kindesalter“ am EKFZ.

Entzifferung der Rolle der E3-Ubiquitin-Ligase HectD3 in der kardialen Pathophysiologie

Herzinsuffizienz ist weltweit die Hauptursache für Sterblichkeit und Krankenhausaufenthalte, und die Zahlen nehmen ständig zu. Kardialer Hypertrophie und chronische Entzündungen sind zwei der wichtigsten molekularen Ursachen für eine Herzinsuffizienz. Einer oder beide dieser molekularen Mechanismen können daher potenziell therapeutisch angegangen werden.

Untersuchungen zur Rolle des Epithelialen Zell-Adhäsionsmoleküls (EpCAM) bei der Biogenese von extrazellulären Vesikeln und deren pro-tumorigenem Phänotyp

Jede Zelle im menschlichen Körper setzt konstant mikroskopisch kleine Partikel frei, die als extrazelluläre Vesikel bezeichnet werden. Diese fungieren als Botenstoffe, die Bestandteile der Ausgangszelle zu umliegenden Zellen transportieren und diese damit beeinflussen können. Insbesondere Krebszellen setzen Vesikel frei, um sich eine fördernde Organumgebung zu schaffen, die das Wachstum des Tumors begünstigt.

Biomarker zur molekularen Risikostratifikation des Prostatakarzinoms

Die Kombination aus MRT-Bildgebung und Prostatabiopsie verfehlt oft aggressive Prostatakarzinome (PCa). Daher muss die PCa-Diagnostik verbessert werden. Verschiedene tumorbiologische Signalwege kommunizieren direkt mit der Wirkung männlicher Hormone, die essentiell für die PCa-Enstehung sind. Faktoren aus diesen Signalwegen werden in Blut- und Urinproben von 400 Patienten vor MRT/Ultraschall-Biopsie als potenzielle PCa-Diagnosemarker untersucht.

Evaluation der PET/MRT für die initiale Bestimmung der Tumorausdehnung bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des Kopf-/Halsbereichs (interSCCede PET/MRI)

Karzinome des Halses gehören zu den häufigsten Tumorarten. Moderne Therapiekonzepte setzten bei fortgeschrittenen Tumoren auf eine Kombination aus operativer Tumorentfernung, Bestrahlung und Chemotherapie. Um das sinnvollste Therapiekonzept wählen zu können, ist dabei die exakte Bestimmung der Tumorausdehnung von besonderer Wichtigkeit.