Neoadjuvante Bestrahlung von Weichteilsarkomen: Individualisierte Präzisionsmedizin für eine sehr bösartige und heterogene Gruppe von Tumoren

Sarkome sind bösartige, lokal aggressive Tumore, die früh Metastasen bilden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen in diesem Projekt Methoden, die zeigen können, ob und wie ein Sarkom vor der Operation auf eine Bestrahlung anspricht. Das Team untersucht Patienten mit Sarkomen vor, während und nach der Bestrahlung mit einem speziellen MRT-Verfahren und bestimmen tumorspezifische DNA-Fragmente im Blut als sogenannte "Liquid Biopsy", um während der Therapie die Tumoraktivität zu bestimmen und in der Nachsorge frühzeitig Rezidive oder Metastasen zu erkennen.

KI-basierte Erforschung des Einflusses von Methylierung und epigenetischem Altern auf Expressivität und altersabhängige Penetranz bei X-chromosomalem Dystonie-Parkinsonismus

XDP ist eine parkinsonähnliche Erbkrankheit, die hauptsächlich auf den Philippinen auftritt und dort fast ausschließlich Männer betrifft. In den letzten Jahren konnten wir viele der genetischen Mechanismen entschlüsseln, die das Erkrankungsalter und die Ausprägung dieser Erkrankung beeinflussen. Neben genetischen Faktoren, die von Geburt an festgeschrieben sind, können sich epigenetische Faktoren über die Zeit verändern und stellen einen neuartigen Ansatz dar, mit dem zum Beispiel bereits gezeigt werden konnte, dass Parkinson mit einem beschleunigten Alterungsprozess einher geht.

Der Einfluss von (altersbedingten) Schlafstörungen auf Körper, Gehirn und Gedächtnis

Schlaf ist entscheidend für die Gesundheit von Gehirn und Herz-Kreislauf-System. Altern verändert das Schlafverhalten und beeinflusst damit körperliche sowie kognitive Funktionen. Diese MRT-basierte Forschung untersucht den Zusammenhang zwischen Schlaf, Körper und Gehirn. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Folgen von Schlafstörungen auf Flüssigkeitsdynamiken im Gehirn und mögliche Verbindungen zu neurodegenerativen Krankheiten. Sie analysieren auch die Interaktionen zwischen Herz und Gehirn im Schlaf und deren möglichen Zusammenhang mit Bluthochdruck.

Periprozedurale RV-Funktion und RV-PA-Kopplung bei interventionellem Mitralklappenrepair aufgrund hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz und pulmonaler Hypertonie - die MVR-Conduct-Studie

Die transkatheter edge-to-edge Mitralklappenreparatur (M-TEER) ist eine etablierte prognoseverbessernde Therapie bei Patienten mit hochgradiger Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz). Aktuelle Studiendaten zeigen jedoch, dass eine begleitende Funktionsstörung der rechten Herzkammer (rechtsventrikuläre Dysfunktion) die Prognose nach M-TEER deutlich verschlechtern kann.

Auswirkungen von Sexualhormonen auf die elektrophysiologischen Eigenschaften von aus menschlichen induzierten Stammzellen abgeleiteten Vorhof-Kardiomyozyten

Herzrhythmusstörungen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zu einer erhöhten Sterblichkeit führen. Studien zeigen, dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Elektrophysiologie des Herzens gibt, bei denen Hormone wie Östrogen und Testosteron eine Rolle spielen könnten. In diesen Projekt verwenden die Forschenden aus Stammzellen abgeleitete menschliche Herzmuskelzellen, um zu untersuchen, wie diese Hormone die Herzfunktion beeinflussen.

Entschlüsselung von Ligand-Rezeptor- und Rezeptor-Rezeptor-Komplexen im BAFF/APRIL-System: Auswirkungen auf Autoimmunität und die Pathogenese der Myasthenia gravis

Myasthenia gravis (MG) ist eine seltene Erkrankung des Immunsystems. B-Zellen bilden Antikörper gegen körpereigene Strukturen, die sich an der Verbindungsstelle zwischen Nerven und Muskeln befinden. Betroffene leiden deswegen unter Muskelschwäche und schneller Ermüdbarkeit. B-Zellen sind ein gutes Ziel für moderne Therapieansätze. Krankheitserregende B-Zellen sind jedoch sehr selten, weswegen es sehr wichtig ist, mehr über B-Zellen und ihre Entwicklung im Kontext von MG zu verstehen.

Charakterisierung der Rolle von WDR72 bei der distalen renalen tubulären Azidose

Die distale renale tubuläre Azidose (dRTA) ist eine seltene Nierenerkrankung im Kindesalter, welche langfristig zu einer chronischen Niereninsuffizienz führen kann. Ca. 60% der Fälle sind genetisch bedingt. In Vorarbeiten haben die Forschenden bei genetisch ungeklärten dRTA Patienten genetische Veränderungen in dem Gen WDR72 als mögliche neue dRTA-Ursache identifiziert. In diesem Projekt möchten sie die Rolle von WDR72 in der normalen Nierenphysiologie, aber auch in der dRTA Pathogenese untersuchen. Dafür sollen Wdr72 defiziente Mäuse auf ein dRTA Krankheitsbild analysiert und behandelt.

MECh-Mikro – Magnetresonanz-Elastographie zur Charakterisierung der zerebralen Mikroangiopathie

Die zerebrale Mikroangiopathie ist eine häufige Erkrankung der kleinen Blutgefäße des Gehirns und betrifft mit zunehmendem Alter nahezu alle Menschen. Die Mikroangiopathie kann zu Schlaganfällen und zur Abnahme der Gedächtnisleistung führen und ist damit eine große Belastung der Bevölkerung und des Gesundheitssystems. Im MECh-Mikro-Projekt soll ein wegweisendes neues diagnostisches Verfahren zur bildgebenden Beurteilung der Mikroangiopathie entwickelt werden, da dies bisher nicht möglich ist.

Untersuchungen von spezifischen Phosphatasen in humanen Lymphomen

Aggressive Lymphome sind Krebserkrankungen, die von einer Unterart der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) ausgehen. Das diffuse großzellige B Zell Lymphom stellt dabei die häufigste Unterart der Lymphome dar und ist durch einen aggressiven Verlauf gekennzeichnet. In den Vorarbeiten konnten die Forschenden Proteine, die für die Regulierung von Phosphorylierungsresten verantwortlich sind (Phosphatasen), identifizieren, die das Krebswachstum antreiben.

Untersuchungen von spezifischen Phosphatasen in humanen Lymphomen

Aggressive Lymphome sind Krebserkrankungen, die von einer Unterart der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) ausgehen. Das diffuse großzellige B Zell Lymphom stellt dabei die häufigste Unterart der Lymphome dar und ist durch einen aggressiven Verlauf gekennzeichnet. In den Vorarbeiten konnten die Forschenden Proteine, die für die Regulierung von Phosphorylierungsresten verantwortlich sind (Phosphatasen), identifizieren, die das Krebswachstum antreiben.