Ein multidimensionaler Atlas der entzündeten Skelettmuskulatur

Idiopathische entzündliche Myopathien sind eine seltene, komplexe Muskelerkrankungen, die eine erhebliche Belastung für betroffene Patientinnen und Patienten darstellen. Ziel dieses Projekts ist es, einen transkriptomischen Atlas dieser Erkrankungen zu erstellen. Hierbei steht die Expression von Genen im Fokus. Wir kooperieren mit mehreren internationalen Forschungszentren, um einen aussagekräftigen Datensatz zu generieren.

Molecular characterization of autoantibody-mediated podocytopathies

Autoimmunerkrankungen der Niere können zu einem massiven Eiweißverlust in den Urin führen. Der resultierende Eiweißmangel bewirkt u.a. Fettstoffwechselstörungen, Immunschwäche und Flüssigkeitseinlagerungen im Körper. In jüngsten Arbeiten konnte das Team die Ursache dieser Erkrankungen bei einem Teil der Patientinnen und Patienten auf Autoantikörper gegen Nephrin zurückführen. Nephrin ist ein Signalprotein auf Zellen der Blut-Urin-Schranke, die durch die Antikörperbindung in ihrer Funktion gestört werden.

Evaluierung und Optimierung der Dunkelfeld-Radiographie für die Pneumonie-Diagnostik

Lungenentzündungen sind weltweit eine häufige und gefährliche Erkrankung. Eine frühe Erkennung der damit einhergehenden Veränderungen in der Lunge ist entscheidend für einen raschen Therapiebeginn und eine gute Prognose. Ziel dieses Projekts ist es, das Potenzial einer neuen Röntgentechnik – der sogenannten Dunkelfeld-Radiographie – hierfür zu prüfen. Sie kann feine Veränderungen im Lungengewebe sichtbar machen, die mit konventionellem Röntgen nicht erkannt werden.

Die Rolle des Endoplasmatischen Retikulums bei Lebererkrankungen unter besonderer Berücksichtigung des Alpha1-Antitrypsin-Mangels

Störungen des endoplasmatischen Retikulums (ERs) sind ein integraler Bestandteil von zahlreichen Lebererkrankungen einschließlich des Alpha1-Antitrypsin-Mangels (AATM). Im Rahmen des Memorialstipendiums werden die zuvor gesammelte AATM-Patientenproben sowie die daraus gewonnenen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) mittels modernsten Technologien wie Deep Visual Proteomics, Einzelzellproteomik (SCP) und single-nucleus-RNA-Sequenzierung (snRNAseq) untersucht, um das Verständnis der Erkrankung bzw.

mRNA-Therapie zur Stärkung der Immunabwehr bei Krebspatienten und älteren Menschen

Im Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab, auch, da der Thymus – das zentrale Organ für die Reifung der wichtigsten Immunzellen des Körpers – seine Funktion verliert. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen und Krebs. Ziel dieses Projekts ist es, die Leber vorübergehend in eine „Ersatzfabrik“ umzuwandeln, die mithilfe von mRNA-Botenstoffen zentrale thymus-eigene Signale produziert. So sollen Immunzellen im Körper gezielt gestärkt werden, ohne dass der Thymus selbst regeneriert werden muss.

Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs: EKFS vergibt Memorialstipendien 2025

Die EKFS vergibt in diesem Jahr neun Else Kröner Memorialstipendien und unterstützt damit besonders begabte und engagierte junge Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildungsphase. Die Stipendien ermöglichen eine zweijährige Freistellung von klinischen Verpflichtungen, um sich vollumfänglich einem innovativen medizinischen Forschungsvorhaben widmen zu können. Die Förderung umfasst insgesamt 250.000 Euro und dient in erster Linie der Finanzierung der eigenen Stelle während der Freistellung.

Prof. Dr. Katharina Timper übernimmt Lehrstuhl für Klinische Ernährungsmedizin an der TUM

Das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin ist weiter im Aufbau: Mit der Berufung von Prof. Dr. Katharina Timper zur neuen Leiterin des Lehrstuhls für Klinische Ernährungsmedizin und ärztlichen Direktorin am TUM Universitätsklinikum im Mai 2025 ist das wissenschaftliche Führungsteam des EKFZ nun erfolgreich komplettiert und gut aufgestellt. Sie folgt auf Prof. Dr. Hans Hauner, der über zwei Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Zentrums entscheidend geprägt hat.

GMP-Förderung für die Entwicklung innovativer Arzneimittel

Bad Homburg v. d. Höhe, 16. Juni 2025 – Die Entwicklung neuer Medikamente scheitert häufig nicht an fehlenden Ideen, sondern unter anderem daran, dass die Finanzierung der Herstellung unter GMP-Bedingungen für die ersten klinischen Studien fehlt. Genau hier setzt die ForTra gGmbH für Forschungstransfer der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (ForTra) an. Sie unterstützt ab sofort sechs Projekte zur GMP-Produktion klinischen Studienmaterials mit insgesamt 4,7 Millionen Euro. Ziel ist es, vielversprechende therapeutische Ansätze schneller in die klinische Anwendung zu bringen.