Vorbereitung klinischer Studien mit Mikrostrahlen an einer neuen kompakten Röntgenquelle
Die Strahlentherapie ist ein zentraler Bestandteil der Krebsbehandlung, ihre Wirksamkeit wird jedoch bis heute durch Nebenwirkungen im gesunden Gewebe begrenzt. Die Mikrostrahl-Strahlentherapie (MST) bietet einen vielversprechenden Ansatz, diese therapeutische Grenze zu überwinden.
Bei der MST wird die Strahlung auf mikroskopischer Ebene in extrem schmale Hochdosisstrahlen aufgeteilt. Präklinische Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit im Tumorgewebe bei gleichzeitig außergewöhnlich guter Verträglichkeit des gesunden Gewebes. Dadurch ergibt sich ein deutlich erweitertes therapeutisches Fenster.
Die technische Grundlage für eine klinische Anwendung wurde in vorangegangenen Projekten geschaffen. Ziel dieses Projekts ist die regulatorische Vorbereitung erster klinischer Studien am Menschen. Dazu gehören die Planung präklinischer Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien, die Erstellung regulatorischer Dokumentation sowie die Abstimmung mit Behörden und Ethikkommissionen.
Das Projekt legt damit den entscheidenden Grundstein für die klinische Translation der Mikrostrahl-Strahlentherapie und den Übergang von der präklinischen Forschung in die patientennahe Anwendung.
Weitere Informationen: Experimentelle medizinische Physik | Klinik für RadioOnkologie