KI-gestützte Scherwellen-Elastographie zur Verbesserung der Brustkrebsdiagnostik: Eine prospektive Phase-II-Validierungsstudie
Bei auffälligen Befunden in der Brust ist Ultraschall ein wichtiges diagnostisches Verfahren. Gutartige und bösartige Veränderungen können jedoch ähnlich aussehen. Deshalb werden viele Gewebeproben entnommen, die sich später als gutartig herausstellen – ein invasiver Eingriff, der für betroffene Frauen mit Sorgen und Belastungen verbunden ist.
Die Scherwellen-Elastographie misst zusätzlich die Festigkeit des Brustgewebes. Da bösartige Tumoren häufig härter sind, kann sie die Diagnostik verbessern. Die Interpretation ist jedoch komplex und von Patientin zu Patientin unterschiedlich.
Die Forschenden haben daher ein KI-Verfahren entwickelt, das Elastographie-Bilder automatisch analysiert. In internationalen Vorarbeiten erkannte das Modell Brustkrebs mit hoher Sicherheit und konnte zugleich unnötige Biopsien deutlich reduzieren.
Im Else Kröner Memorialstipendium wird dieses Verfahren nun erstmals prospektiv im klinischen Alltag geprüft. Ziel ist, Brustkrebs weiterhin sicher zu erkennen und Frauen mit gutartigen Befunden unnötige Eingriffe zu ersparen.