Ein spatialer Atlas des Mikomilieus im Merkelzellkarzinom zur Modulation lokaler Immunantworten und Verhinderung der Metastasierung
Das Merkelzellkarzinom (MCC) ist ein seltener, aber aggressiver Hautkrebs mit hoher Metastasierungsrate und schlechter Prognose. Aufgrund seiner Ätiologie – verursacht entweder durch eine Infektion mit dem Merkelzell-Polyomavirus (MCPyV) oder durch umfassende UV-induzierte DNA-Schäden – dient das MCC als ideales Modell zur Erforschung der virusassoziierten Tumorimmunität. Obwohl bekannt ist, dass der MCPyV-Status den Krankheitsverlauf beeinflusst, sind die zugrunde liegenden Mechanismen der virusbedingten Immunmodulation nach wie vor unzureichend verstanden. In dem Projekt erstellen die Forschenden mittels modernster Multiplex-Proteomik einen Atlas des MCC Mikromilieus, um Tumor-Immun-Interaktionen zu kartieren sowie Merkmale der virusassoziierten Immunmodulation und des Risikos für eine Fernmetastasierung zu identifizieren. Diese Merkmale werden sie in unabhängigen, externen MCC-Kohorten validieren, um die Patientenstratifizierung und die Therapieauswahl zu verbessern. Vorarbeiten weisen auf eine wichtige Rolle von CAF-Tumor-Interaktionen bei der Metastasierung hin, die die Forschenden in neuesten präklinischen Modellen des virusassoziierten MCC zur Überwindung der Metastasierung gezielt adressieren.