Verlust des Y‑Chromosoms im Verlauf der Progression und Metastasierung des Pankreaskarzinoms
Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den aggressivsten und tödlichsten Tumorerkrankungen. Bei männlichen Patienten tritt häufig eine genetische Anomalie auf: der Verlust des Y-Chromosoms. Das Projekt untersucht, ob dieser Verlust das Verhalten von Tumorzellen verändert. Dazu analysieren die Forschenden Patientendaten, um betroffene Gene und Proteine zu identifizieren, und setzen genetische Editierung ein, um den Y-Chromosomenverlust gezielt herbeizuführen und seine Auswirkungen zu erfassen. Ziel ist es, dieses Phänomen und seine Rolle im Bauchspeicheldrüsenkrebs besser zu verstehen – mit dem Ziel, den Y-Chromosomenverlust als Biomarker zu etablieren, der Prognose und Therapieentscheidungen unterstützt. So könnten personalisierte und gezieltere Behandlungsstrategien ermöglicht werden.