Krebs
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Translation der Minimal-Invasiven Raman-Spektroskopie-Assistierten Tumor-Chirurgie mit intraoperativer KI-basierter Analyse zur Tumorrandbestimmung in Echtzeit (T-MIRACLE)

Institution: Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT)
Antragsteller: Prof. Dr. Iwan Schie; Prof. Dr. Jürgen Popp, Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius
Förderlinie:
Translatorik
Translation der Minimal-Invasiven Raman-Spektroskopie-Assistierten Tumor-Chirurgie mit intraoperativer KI-basierter Analyse zur Tumorrandbestimmung in Echtzeit (T-MIRACLE)

Krebs ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen, wobei die chirurgische Entfernung des Tumors eine zentrale Rolle in der Therapie spielt. Insbesondere in der minimalinvasiven Onkochirurgie ist eine präzise Erkennung der Tumorränder entscheidend, um gesundes Gewebe zu schonen und gleichzeitig eine vollständige Tumorresektion sicherzustellen. Derzeit basiert die intraoperative Beurteilung überwiegend auf histopathologischen Gewebeanalysen, die zeitaufwendig sind und keine unmittelbare Rückmeldung während der Operation erlauben.

Im Projekt T-MIRACLE wird ein minimalinvasives, Raman-spektroskopisches Verfahren mit KI-gestützter Echtzeitanalyse zur intraoperativen Bestimmung von Tumorrändern weiter in die klinische Anwendung übersetzt. Die Methode ermöglicht es, Tumor- und gesundes Gewebe direkt im Operationssaal zuverlässig zu unterscheiden und das Ergebnis intuitiv für die chirurgische Entscheidungsfindung darzustellen. Präklinische Untersuchungen sowie erste klinische In-vivo-Studien an Kopf-Hals-Tumoren zeigen bereits eine hohe diagnostische Genauigkeit.

Ziel des Projekts ist es, die Echtzeitfähigkeit des Verfahrens unter klinischen Bedingungen weiterzuentwickeln, die Ergebnisse systematisch mit der histopathologischen Diagnostik zu vergleichen und so die Grundlage für eine sichere regulatorische Translation in die klinische Routine zu schaffen.