Aufbau medizinischer Infrastruktur Kherson / Ukraine

Situation vor Ort:

In den Dörfern nahe der Stadt Kherson wurden die ehemals nahe gelegenen medizinischen Einrichtungen größtenteils zerstört oder das medizinische Fachpersonal hat die Region verlassen. Die einzige noch halbwegs intakte Klinik befindet sich in der Stadt Kherson. Die Bezirke der Zielregion umfassen mehrere Siedlungen. Dort leben vorwiegend Frauen, Kinder sowie ältere Menschen.

Verein TIW / ukrainische Psychologin

Situation vor Ort:

Derzeit sind in Wien ca. 14.000 Flüchtlinge aus der Ukraine, hauptsächlich Frauen und Kinder. Diese sind in der Grundversorgung der Republik Österreich, die die Grundlage für die Lebenshaltungskosten abdeckt. Es gibt auch klassische Beratungsmöglichkeiten, es herrscht jedoch ein Mangel an ukrainisch sprechenden Psychologinnen und Psychologen, die Entlastungsgespräche kostenlos anbieten.

Free C – Freiheit von Gewalt und Hepatitis C für Frauen, die geschlechtsspezifische Gewalt in der Ukraine erlebt haben

Situation vor Ort:

Vier Jahre Krieg haben die Schutzsysteme zerstört, Millionen Menschen vertrieben und das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt erhöht (etwa 2,4 Millionen Betroffene). Frauen, Kinder, Vertriebene und marginalisierte Gruppen sind einem erhöhten HCV-Risiko ausgesetzt (8–12 % in gefährdeten Gruppen). Das nationale Programm für medizinische Garantien verspricht kostenlose HCV-Tests und -Behandlungen, versagt jedoch in der Praxis oft. Medikamentenengpässe und eine Finanzierungslücke für 2025 (~1,02 Mio. €) lassen viele Frauen ohne Versorgung zurück. 

Kunsttherapeutische Workshops für Kinder und deren Erziehungsberechtigte in der Ukraine

Situation vor Ort:

Hauptgrund für das Projekt war und ist, dass Eltern von traumatisierten Kindern davor zurückschrecken, sich professionelle Hilfe bei Psychologen oder Psychiatern zu suchen. Sie denken bei solchen Terminen, dass ihr Kind „verrückt“ wäre. „Kunsttherapeutische Workshops“ klingen in den Ohren dieser Eltern nicht so sehr nach Krankheit und werden besser angenommen.

Psychologische Hilfe ist nach über vier Jahren Krieg immer noch unterentwickelt und staatlicherseits kaum bis gar nicht gefördert, da der Staat mit anderen kriegsbedingten Problemen zu kämpfen hat.