Kapazitätsaufbau durch die Einführung einer präklinischen Qualifikation zur Ausbildung der ersten nationalen Rettungsdienstmitarbeiter in Uganda.
Situation vor Ort:
Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Uganda, mit steigenden Unfall- und Todeszahlen. Hauptursache ist die unzureichende präklinische Notfallversorgung und der Mangel an qualifiziertem Personal. Weniger als 5 % der Verletzten werden per Rettungswagen transportiert. Das Projekt unterstützt die nationale EMS-Politik durch den Aufbau einer präklinischen Qualifikation zur Ausbildung der ersten Notfallsanitäter. Ziel ist es, die Versorgungsqualität zu verbessern, Kapazitäten zu stärken und vermeidbare Todesfälle zu reduzieren.
Ziele:
Innerhalb von 36 Monaten wird ein nationales Curriculum für die präklinische Weiterbildung entwickelt. Unter Leitung eines nationalen Experten erarbeitet eine Arbeitsgruppe die Inhalte. In vier Ausbildungsgruppen werden medizinische Fachkräfte aus 90 % der Regionen Ugandas geschult, um anschließend im Rettungsdienst eingesetzt zu werden. Nach Abstimmung mit allen relevanten EMS-Akteuren wird die Qualifikation vom Gesundheitsministerium Ugandas (MoH) offiziell akkreditiert.
Bis Ende 2028 ist medizinisches Personal aus 90% der ugandischen Regionen in präklinischer Notfallmedizin weitergebildet, mind.50% der vorhandenen Rettungswagen sind mit geschultem Personal besetzt.
1. Erstellung und Anerkennung des Curriculum zur präklinischen Weiterbildung
2. Ausstattung wird beschafft
3. 4 Kohorten aus 90% der ug. Regionen haben erfolgreich am Kurs teilgenommen
Das Projekt umfasst eine Bedarfsanalyse, die Entwicklung eines präklinischen Curriculums mit nationalen Akteuren sowie dessen Akkreditierung durch das Gesundheitsministerium. Medizinisches Personal wird landesweit geschult, unterstützt durch ein Train-the-Trainer-Programm. Zusätzlich werden Trainingsausrüstung und eine Übungsambulanz bereitgestellt sowie das Netzwerk von AAPU gestärkt.
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit werden 60 lokale Trainer durch ein Train-the-Trainer-Programm ausgebildet. Nach Projektende tragen Teilnehmende durch geringe Kursgebühren zur Finanzierung bei. Das Projekt basiert auf einer Anfrage des Gesundheitsministeriums und ist in die nationale EMS-Strategie eingebettet. Geringe Kosten für Materialien erleichtern eine langfristige Umsetzung.
Eine Besonderheit in diesem Projekt ist vor allem die enge Zusammenarbeit mit dem ugandischen Gesundheitsministerium und die Etablierung einer Weiterbildung als Bestandteil des nationale Systems der Notfallversorgung.
Außerdem hat sich nach Projektbeginn ergeben, dass die geplante erste Einschätzung (Assessment) wissenschaftlich begleitet und im Nachgang veröffentlicht wird.
Weitere Informationen: