Räume der Resilienz: Integration psychiatrischer Versorgung und schulischer Beratungsangebote für eine nachhaltige psychische Gesundheit in Burundi

Situation vor Ort:

In Burundi stellt die psychische Gesundheit ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit dar, wobei besorgniserregend hohe Werte psychischer Belastung berichtet werden: 42,7 % der Bevölkerung geben an, ein Gesundheitsproblem im Zusammenhang mit ‚Nerven‘ erlebt zu haben; 64,5 % berichten von psychischer Belastung; 8,3 % der Bevölkerung haben mindestens einmal in ihrem Leben ernsthaft über Suizid nachgedacht; und 4,3 % geben an, mindestens einmal einen Suizidversuch unternommen zu haben.

Gesundheitsprojekt MAPE: Bekämpfen vernachlässigter Tropenkrankheiten und Verbessern des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den Gesundheitsbezirken Malantouen, Yoko und Bankim (Kamerun)

Situation vor Ort:

Das MAPE-Projekt in Kamerun bekämpft vernachlässigte Tropenkrankheiten und verbessert die Mutter-Kind-Gesundheit in stark benachteiligten Regionen. Viele Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, was zu hoher Müttersterblichkeit und unbehandelten Krankheiten führt. FAIRMED stärkt Gesundheitseinrichtungen, schult Personal, fördert sichere Geburten und informiert die Bevölkerung. Ziel ist ein besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung und eine nachhaltige Verbesserung des Gesundheitssystems.

Prävention und Rehabilitation von obstetrischen und chirurgischen Fisteln durch reproduktive Gesundheitsbildung und gestärkte Gesundheitsdienste (PROGRESS)

Situation vor Ort:

Bangladesch hat Fortschritte in der Müttergesundheit erzielt: Die Müttersterblichkeit sank auf 115 pro 100’000 Geburten (2023). Die Fistelprävalenz ging von 1,69 auf 0,49 pro 1’000 Frauen zurück, mit rund 1’000 neuen Fällen jährlich. 2023 waren 52,1 % der Fälle obstetrisch, 43,2 % iatrogen. Dennoch sucht nur etwa 1 von 50 betroffenen Frauen Behandlung. Ursachen sind eingeschränkter Zugang zu Information und Versorgung, Fachkräftemangel, steigende Kaiserschnittraten sowie Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Integriertes gemeindebasiertes Gesundheitsprojekt Malawi (ICBHP)

Situation vor Ort:

Im Kasungu Distrikt in Malawi haben viele Menschen nur eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Nur 42 Prozent der Bevölkerung leben in fußläufiger Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen. Die Müttersterblichkeit liegt bei etwa 349 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten und die Säuglingssterblichkeit bei 44 Todesfällen pro 1.000 Lebendgeburten. Häufige Krankheiten sind Malaria, Durchfall und Atemwegserkrankungen. Gesundheitskräften fehlt es an Qualifikation in der Mutter-Kind-Gesundheit.

Gründung des Else Kröner Centers (EKC) Global Child Health in Malawi

Situation vor Ort:

Verschiedene Initiativen haben die Versorgung durch Leitlinien, Ausbildung und mehr Fachkräfte verbessert. Dennoch bestehen Defizite wie begrenzte Kapazitäten, fragmentierte Koordination und fehlende langfristige Strukturen. Das Malawi–Else Kröner Child Health Programme (2022–2026) zeigt Machbarkeit, ist jedoch nicht nachhaltig verankert. Daher wird ein voll funktionsfähiges Zentrum benötigt, das Koordination, Forschung und Umsetzung integriert.

Verbesserung der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Malawi durch Kapazitätenstärkung lokaler Gesundheitsfachkräfte (Community Health Workers)

Situation vor Ort:

Malawi steht vor großen gesundheitlichen Herausforderungen, bspw. mit hoher Sterblichkeit bei Müttern und Kindern unter 5 Jahren. Hauptursachen sind eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung - über 80 % der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten, oft weit entfernt von Gesundheitseinrichtungen - sowie Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal. Für eine angemessene Versorgung der Bevölkerung bedarf es 25.000 Fachkräfte , doch nur 15.000 sind im Einsatz. Eine Gesundheitsfachkraft versorgt insg.

Programm zur Verhütung vermeidbarer Blindheit

Situation vor Ort:

In den Regionen Rukwa, Katavi und Kigoma leben mehr als 5 Millionen Menschen, 2,8 % leiden an schweren Sehbehinderungen/Blindheit. Bis zu 80 % der Sehbehinderungen sind durch Aufklärung, Medikamente, chirurgische Eingriffe oder Brillen behandelbar. Lebensqualität und Erwerbsfähigkeit sehr vieler Menschen kann durch die Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung entscheidend verbessert werden. 

Kapazitätsaufbau durch die Einführung einer präklinischen Qualifikation zur Ausbildung der ersten nationalen Rettungsdienstmitarbeiter in Uganda.

Situation vor Ort:

Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Uganda, mit steigenden Unfall- und Todeszahlen. Hauptursache ist die unzureichende präklinische Notfallversorgung und der Mangel an qualifiziertem Personal. Weniger als 5 % der Verletzten werden per Rettungswagen transportiert. Das Projekt unterstützt die nationale EMS-Politik durch den Aufbau einer präklinischen Qualifikation zur Ausbildung der ersten Notfallsanitäter. Ziel ist es, die Versorgungsqualität zu verbessern, Kapazitäten zu stärken und vermeidbare Todesfälle zu reduzieren.

Hope in Action

Situation vor Ort:

Aufgrund des Kriegs konzentrieren sich Familien mit krebskranken Kindern in der Ukraine auf wenige Kliniken im Land. Für eine erfolgreiche Behandlung der Kinder ist eine sofortige und unterbrechungsfreie Bereitstellung von Medikamenten und medizinischem Material erforderlich. In den Krankenhäusern herrscht jedoch ein enormes Defizit daran, und auch die betroffenen Familien können sich ihren Teil der Behandlungskosten aufgrund von Flucht oder Wohnortswechsel nicht leisten.

Stärkung des Gesundheitssystems im ländlichen Tansania durch Etablierung einer Versorgungskette zwischen Einrichtungen auf verschiedenenen Stufen des lokalen Gesundheitssystems

Situation vor Ort:

Das Projekt findet im Kilombero-Tal in Zentraltansania statt. Es gibt ein Zuweisungskrankenhaus mit 375 Betten für die Versorgung von über >1 Mio. Menschen, allerdings kann die Versorgung chronischer nicht-übertragbarer Erkrankungen außerhalb des Expertenzentrums in der Fläche in den vorhandenen Gesundheitszentren aufgrund von mangelnder Ausbildung und Ausrüstung nicht ausreichend gewährleistet werden.