Ausbau der gemeinschaftsbezogenen Primärversorgung im Bereich der Augenheilkunde in Ghana

Situation vor Ort:

In Ghana haben 301.000 Menschen ein eingeschränktes Sehvermögen (1,07% der Bevölkerung). Die Hauptursache hierfür ist ein so genannter Brechungsfehler (44,4%). 95% der Ghanaer*innen, die eine Brille benötigen, haben keinen Zugriff darauf. In städtischen Gebieten bieten nur wenige Einrichtungen im öffentlichen Gesundheitswesen grundlegende Dienste im Bereich der Augenheilkunde. Weder Augenuntersuchungen noch Brillen sind krankenversichert. Ein Fokus auf Schulkinder hat einen Spillover-Effekt auf Bildungsergebnisse und das Wohlbefinden.

Programm nicht-übertragbare Krankheiten

Zur Verbesserung der Gesundheit von Menschen, die von NCDs (non-communicable diseases/nicht-übertragbare Krankheiten) in Entwicklungsländern betroffen sind, hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung im Jahr 2022 eine Sonderausschreibung auf den Weg gebracht. Von den 51 Bewerbungen wurden 5 Projekte aufgefordert, einen Vollantrag einzureichen. Je ein Projekt in Sambia und Tansania, die auf bestehende Strukturen setzen können, konnten sich erfolgreich durchsetzen und werden mit insgesamt 2,4 Millionen Euro gefördert.

Women’s Health in Uganda mit Fokus auf Behandlung von Beckenbodenerkrankungen

Situation vor Ort: 

Beckenbodenerkrankungen wie Fisteln, Beckenbodensenkungen sowie Stuhl-und Urininkontinenz sind ein globales Gesundheitsproblem und betreffen auch Frauen in low-income countries. Frauen mit Beckenbodenerkrankungen gehören in Uganda mehrheitlich zur ärmsten Bevölkerung. Sie können sich die notwendigen Behandlungen, welche ihnen Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit wieder geben, nicht leisten. 

Ziele:
Verbesserung der Lebensqualität der Frauen mit Beckenbodenerkrankungen durch operative Therapien
 

Universeller Zugang zur interkulturellen Gesundheit von Müttern und Kindern in Camiri

Situation vor Ort:

Die Projektregion mit hoher Anfälligkeit für Dürren, geringer Versorgung mit Wasser und grundlegender sanitärer Versorgung hat einen hohen indigenen Bevölkerungsanteil mit niedrigen Impfraten, einer geringen Risikowahrnehmung von COVID-19 sowie kulturellen Barrieren, die den Zugang zu Gesundheitsdiensten einschränken. Bereits vor der Pandemie galt Bolivien als eines der Länder Südamerikas mit den schlechtesten Gesundheitsindikatoren für Mütter und Kinder, gleich nach Haiti, insbesondere in der ländlichen und indigenen Bevölkerung.

Medizinische und soziale Hilfe für Lepra-Erkrankte in Jharkhand

Lepra ist eine Infektionskrankheit und vernachlässigte Tropenkrankheit, die Haut und periphere Nerven befällt und zu fortschreitender körperlicher Behinderung und Missbildungen führt, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird. Die Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung ist eine Barriere für den Zugang zur Gesundheitsversorgung und für die Fallfindung. Prävention von Behinderungen und medizinische Rehabilitation (DPMR) sowie soziale Rehabilitation von Lepra-Betroffenen hat wichtige gesundheitliche und gesellschaftliche Effekte.

Medizinische Evakuierungen und Trainings in der Ukraine

Situation vor Ort:

Nach Ausbruch des Krieges brachte die steigende Zahl verwundeter Zivilisten und nicht ausreichend versorgter Patientinnen und Patienten das ukrainische Gesundheitssystem an seine Grenzen. Die Einführung des Kriegsrechts verhinderte die grenzüberschreitende Evakuierung von Patientinnen und Patienten durch lokales Personal sowie den Einsatz luftgestützter, effizienter MedEvac-Mittel in den ukrainischen nationalen Luftraum.