Unterstützung des national Plans in Kenia für chirurgische Eingriffe, Geburtshilfe, Trauma und Anästhesie
Situation vor Ort:
In Kenia benötigen mindestens 7.000 Patienten und Patientinnen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten immer noch eine primäre Operation an der Spalte. Aufgrund sozialer und wirtschaftlicher Barrieren, mit denen man bei dem Versuch konfrontiert wird, eine Versorgung zu erhalten, haben noch viele mehr die erforderliche Sekundäroperation oder eine umfassende Betreuung, z. B. in den Bereichen Ernährung, Sprache und Zahnmedizin, nicht erhalten.
Ziele:
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, die Kapazität des kenianischen Gesundheitssystems zu erhöhen, um Patientinnen und Patienten, die von Spaltenbeschwerden betroffen sind, ungefährliche und kostenlose Operationen bieten zu können. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird das Projekt monatliche Programme zur Durchführung der chirurgischen Eingriffe in den Partnerkrankenhäusern von OS Kenya unterstützen. Dies sind das Kenyatta National Hospital in Nairobi, das Thika Level 5 Referral Hospital in Kiambu und das Coast General Teaching & Referral Hospital in Mombasa.
- Anzahl der chirurgischen Eingriffe, die ausgetragen wurden
- Anzahl der Patientinnen und Patienten und die für Operationen und umfassende Versorgungsbetreuung angemeldet sind
- Partnerschaften mit Mitarbeitenden der Gemeinden im Gesundheitsbereich („Community Health Workers“) und mit anderen lokalen Entwicklungsakteuren zu entwickeln, um Sensibilisierungskampagnen für Patientinnen und Patienten zu vermehren
- Chirurgische Programme durchführen, um umfassende Versorgungsbetreuungsdienste bei Spaltenbeschwerden zu bieten (Operationen, Ernährung, Sprache und im zahnmedizinischen Bereich)
- Mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeiten, um ein nationales Register für Spaltenbeschwerden zu erstellen und an die nationale Leitung für das Gesundheitswesen zu verteilen
- Mit Partnerkrankenhäusern zusammenarbeiten, um Versicherungspläne zu ermitteln, gestalten und umzusetzen, um den katastrophalen Kostenaufwand für Patientinnen und Patienten zu reduzieren
- Schulung des freiwilligen medizinischen Personals vor Ort in der Verwendung und Auswertung von Krankenakten, Patientenregistern und anderen Daten in Zentren und Partnerkrankenhäusern
- Implementierung einer kontinuierlichen fachberuflichen Entwicklung für Fachkräfte im Gesundheitswesen durch freiwillige Einsätze, Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie Schulungsprogramme im Krankenhaus
- Schulungen in verschiedenen Fachgebieten bei der Versorgungsbetreuung von Spaltenbeschwerden bieten
- Sicherstellen, dass ein starkes Überwachungs- und Bewertungssystem vorhanden ist
- Sicherstellen, dass die Partnerschaften mit Krankenhäusern verstärkt werden
Durch die Schulung des lokalen medizinischen Personals in verschiedenen Fachgebieten, wie Anästhesie und chirurgische Eingriffe bei Spaltfehlbildungen, werden die Partnerkrankenhäuser in die Lage versetzt, weitere Chirurginnen und Chirurgen zu betreuen. Dadurch wird ihre Fähigkeit erhöht, Dienstleistungen für Patientinnen und Patienten mit Spaltfehlbildungen in ihren Krankenhäusern anzubieten. Hinzu kommt, dass chirurgische Instrumente und Gerätschaften für Operationen an Spalten jährlich gewartet werden und dass OS Kenya biomedizinische Techniker einweisen wird, um die Nachhaltigkeit der Ausrüstung zu sichern und eine sichere chirurgische Umgebung für sämtliche Fachgebiete zu gewährleisten.
Ein wichtiger Schwerpunkt des Programms wird sich zudem mit den medizinischen und nichtmedizinischen Kosten für Patientinnen und Patienten befassen, die eine Versorgung in unseren Partnerkrankenhäusern suchen und erhalten. Für die Umsetzung des nationalen Plans für chirurgische Eingriffe, Geburtshilfe, Trauma und Anästhesie plädiert OS Kenya dafür, sicherzustellen, dass Spaltenbeschwerden bei der Geburt erfasst und somit vom nationalen Gesundheitssystem anerkannt werden.
Da das Ziel heißt, die Kapazität der Beschäftigten im Bereich der Gesundheitsversorgung in Kenia zu erhöhen, werden lokale Fachkräfte im Gesundheitswesen in der Lage sein, sich um neue Fallzahlen in Bezug auf Spaltenbeschwerden zu kümmern und langfristig eine Nachhaltigkeit der Versorgungsbetreuung sicherzustellen.
Mit den Gesundheitsbehörden vor Ort und dem kenianischen Gesundheitsministerium zusammenzuarbeiten, um dafür zu sorgen, dass beste Praktiken und gewonnene Erkenntnisse in die nationale Gesundheitsstrategie eingebunden werden, wird sicherstellen, dass die Behandlung von Spaltenbeschwerden als Primärversorgung verankert wird.