Pankreaskrebs-Initiation über IPMN Vorläuferläsionen modelliert in GNAS-mutierten, aus humanen pluripotenten Stammzellen erzeugten duktalen Organoiden

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen, was u.a. darauf zurückzuführen ist, dass Möglichkeiten zur Früherkennung fehlen und es keine heilende Therapie gibt. Deshalb planen wir mit Hilfe von menschlichen pluripotenten Stammzellen, die mit definierten Onkogenen ausgestattet und zu Pankreaszellen differenziert werden, die frühe Entstehung von Pankreaskrebs in der Zellkultur sowie in der Maus nachzuahmen.

Entwicklung neuartiger, humanisierter monoklonaler Antikörper mit ultralangen CDRs, die das gp120 HIV-Protein erkennen

Immunglobulin G (IgG) Antikörper sind wesentliche Komponenten unseres Immunsystems, welche für die Erkennung und Bindung von Antigenen verantwortlich sind. Die Antigenbindung ist von den CDRs (für engl.: complementarity-determining regions) in den variablen Domänen der IgGs abhängig. Kurze CDRs in humanen IgGs begrenzen die Vielfalt der erkennbaren Antigene, wie z.B. das HI-Virus. Interessanterweise sind diverse Rinder-Antikörper mit sehr langen und komplexen CDRs bekannt, die eine Bindung mit hoher Affinität an HIV-Proteine, wie das gp120, ermöglichen.

Longitudinale Untersuchung von zerebralem Gewebsschaden außerhalb der makroskopischen Läsionen und resultierenden kognitiven Defiziten bei schubförmiger Multipler Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine häufige chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bislang kommen in klinischen Therapiestudien bei der MS konventionelle MRT-Verfahren zur Anwendung, welche primär die Läsionslast, die „Spitze des Eisberges“ des Gewebeschadens bei MS, erfassen. Der mikrostrukturelle Gewebeschaden außerhalb der Läsionen wird als Verlaufsparameter bislang nicht einbezogen.

Neurokognitive Mechanismen von beeinträchtigtem Belohnungs-assoziiertem Entscheidungsverhalten bei Schizophrenie

Die Schizophrenie ist eine chronische psychische Störung, bei der neben psychotischen Symptomen wie Wahn und Halluzinationen auch Symptome wie Antriebsverlust und kognitive Defizite (z.B. Einschränkungen von Gedächtnis oder Entscheidungsverhalten) auftreten. Beeinträchtigungen von Antrieb und Kognition tragen wesentlich zu den Alltagseinschränkungen der Patienten bei, können aber durch aktuell verfügbare Medikamente kaum gelindert werden.

Die funktionelle Rolle von tumor-spezifischen B-Zellantworten in präklinischen Modellen der Immun Checkpoint Therapie

Immun Checkpoint Therapien haben in den letzten Jahren einen Durchbruch bei der Behandlung von Krebs erzielt. Bei einem großen Teil von Patienten sind Immun Checkpoint Therapien jedoch wirkungslos, weshalb es von großer Bedeutung ist ihre Wirkmechanismen genauer zu verstehen. Obwohl B-Zellen eine große Rolle bei der Aktivierung einer gegen den Tumor gerichteten Immunreaktion spielen, hat die Forschung sie bisher größtenteils außer Acht gelassen.