Drei neue Else Kröner Clinician Scientist Professuren stärken Kinderheilkunde, Anästhesiologie und Hämatologie

Bad Homburg v. d. Höhe, 10. Dezember 2025 – Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) vergibt im Jahr 2025 erneut drei Else Kröner Clinician Scientist Professuren. Damit stärkt sie langfristig Ärztinnen und Ärzte, die klinische Versorgung und wissenschaftliche Forschung auf höchstem Niveau verbinden. Jede Professur ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert und auf maximal zehn Jahre angelegt.

EKFS fördert medizinische Spitzenforschung mit neun Exzellenzstipendien

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung vergibt 2025 neun Else Kröner Exzellenzstipendien an herausragend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte. Die zweijährige Freistellung von klinischen Aufgaben ermöglicht ihnen, ein erfolgversprechendes Forschungsvorhaben entscheidend voranzubringen. Die Fördersumme pro Stipendium beträgt bis zu 350.000 Euro.

Folgende Ärztinnen und Ärzte haben sich erfolgreich durchgesetzt:

Reshape Adipocytes: Entschlüsselung und Neuprogrammierung veränderter Adipozyten-spezifischer DNA-Methylierung bei Stoffwechselerkrankungen

Genetische Faktoren erklären nur einen kleinen Teil der Unterschiede in Plastizität und Fettspeicherfähigkeit von Adipozyten, die für metabolische Komplikationen bei Adipositas entscheidend sind. Epigenetische Mechanismen wie DNA-Methylierung (DNAm) beeinflussen diese Prozesse, werden jedoch therapeutisch kaum genutzt. Das Projekt zielt darauf ab, die Plastizität von Fettzellen gezielt zu steuern, um die metabolische Gesundheit zu verbessern.

Präzisionsmedizin in der Kardiologie: Modellbasierte Therapieplanung für PatientInnen mit komplexen Herzklappenerkrankungen

Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen Herzerkrankungen, bei denen gleichzeitig zwei Herzklappen betroffen sind (sogenannte kombinierte Klappenvitien). Solche Krankheitsbilder sind mitunter schwer zu behandeln, da in einigen Fällen die Behandlung einer einzelnen Klappe ausreicht, während in anderen Fällen beide Klappen therapiert werden müssen.

Die Auswirkungen von freiwilligem Ausdauertraining nach Myokardinfarkt mit Fokus auf die Rolle der AMP-aktivierten Proteinkinase und der CD40-Signalkaskade

In dem Projekt sollen die Effekte von freiwilligem Ausdauertraining als Sekundärprävention unmittelbar nach dem Auftreten eines Herzinfarkts untersucht werden. Zur Identifikation der grundliegenden Mechanismen wird hierbei ein mögliches Schlüsselenzym, die Adenosinmonophosphat-abhängige Kinase (AMPK), sowohl genetisch als auch pharmakologisch moduliert. Des Weiteren werden auch die Interaktion der AMPK mit Immuncheckpoint-Regulatoren wie der CD40L-CD40 Signalkaskade untersucht.

Immun-Phänotypisierung B-Zell heterozellulärer Interaktionen and Analyse assoziierter klinischer Endpunkte in der Breisgau PHENO-HEART MI Studie

Nach einem Herzinfarkt bildet das Herz im Rahmen des Heilungsprozesses eine Narbe. Dies kann jedoch zu Komplikationen wie Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen führen. Das Immunsystem, insbesondere B-Zellen, spielt eine entscheidende Rolle in diesem Heilungsprozess. Die meisten Erkenntnisse zu diesem Thema stammen aus Mausstudien, doch ob diese auf den Menschen übertragbar sind, ist unklar. Dieses Projekt basiert auf der kürzlich gestarteten PHENO-HEART MI-Studie und untersucht die B-Zell-basierte menschliche Immunantwort nach einem Herzinfarkt.

Immunbedingte Nebenwirkungen ins Visier nehmen: Entschlüsselung zellulärer Dynamiken für eine sicherere Immuntherapie

Das Forschungsprojekt befasst sich mit den unerwünschten Nebenwirkungen der Immuntherapie, die das Immunsystem gegen Krebs aktiviert. Diese Nebenwirkungen, sogenannte immunvermittelte Nebenwirkungen (irAEs), können lebenswichtige Krebstherapien beeinträchtigen oder deren Abbruch erforderlich machen. Ziel des Projekts ist es, neue molekulare Ziele in verschiedenen Geweben (Haut, Darm, Leber, etc) sowie im Blut von Patientinnen und Patienten zu identifizieren, die von irAEs betroffen sind. Dies soll zu personalisierten und effektiveren Behandlungsstrategien führen.