Entwicklung von Biomarkern zur Pathophysiologie neuroimmunologischer und ischämischer Erkrankungen des zentralen Nervensystems als Grundlage neuer Therapie-Strategien

Die Bluthirnschranke ist eine Barriere zwischen dem Blut und dem zentralen Nervensystem. Bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen wird die Bluthirnschranke geschädigt, dazu zählen entzündliche Erkrankungen wie z. B. die Multiple Sklerose, aber auch Schlaganfälle. Ziel dieses Projektes ist die Entdeckung von einfach zu messenden Markern, die eine Schädigung, aber auch eine ausreichende Funktion der Bluthirnschranke anzeigen können, um daraus den Therapie-Erfolg von bereits zugelassenen Substanzen zu beurteilen, als auch neue Therapie-Paradigmen zu entwickeln.

220.000 Euro für Erlanger Entzündungsforschung

Zur Durchführung seines erfolgsversprechenden, translationalen Forschungsvorhabens hat Dr. med. David Simon von der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. med. Georg Schett) ein Else Kröner-Memorial-Stipendium für zwei Jahre erhalten. Damit fördert die Else Kröner-Fresenius-Stiftung die Erforschung des Einsatzes moderner Bildgebungsverfahren zur Früherkennung rheumatisch-entzündlicher Erkrankungen.

Pressekonferenz: Vertragsunterzeichnung und Förderbeginn des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Digitale Gesundheit

Im April hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) die Entscheidung in der Ausschreibung von Fördermitteln in Höhe von 40 Millionen Euro über zehn Jahre für ihr Modellvorhaben in der klinischen Forschung getroffen: Die Technische Universität Dresden wurde mit ihrem Antrag für den Aufbau des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Digitale Gesundheit ausgewählt.

Wir bitten um Anmeldung interessierter Journalisten an: b.jerke@ekfs.de

Analyse der Lokalisation und Regulation endogener β2-Adrenozeptoren

Der β2-Adrenozeptor ist die pharmakologische Zielstruktur klinisch bedeutsamer Bronchodilatatoren und Tokolytika. Er wird als prototypischer Modellrezeptor verwendet. Obwohl diese Studien essenzielle Erkenntnisse über die Regulation von G protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) geliefert haben, bleiben die Untersuchungen am β2-Adrenozeptoren bislang auf in vitro Zellsysteme beschränkt.

EKFS-Stipendiat erhält renommierten Wissenschaftspreis

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung gratuliert: Dr. Timo Uphaus, Stipendiat eines Else Kröner-Memorial-Stipendiums, der als Clinician Scientist an der Universitätsmedizin Mainz tätig ist, wurde zusammen mit Dr. Neha Tiwari am 25. Juni 2019 mit dem Boehringer-Ingelheim-Preis für seine hervorragende Forschungsarbeit ausgezeichnet. Die Ergebnisse der Preisträger helfen, Patienten vor einem erneuten Schlaganfall zu schützen, bzw. zeigen, wie bestimmte Zellen im Gehirn reifen, die eine Rolle bei Erkrankungen wie Parkinson spielen.

Bedeutung neuer Biomarker für die Pathophysiologie des Typ 2 Diabetes und der koronaren Herzkrankheit und Optimierung von Prädiktionsmodellen

Unser Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen, die bei der Entstehung der koronaren Herzkrankheit (KHK) und des Typ 2 Diabetes mellitus (T2DM) eine Rolle spielen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dennoch sind bei weitem nicht alle Risikofaktoren identifiziert. Wir erwarten durch unsere Analysen von 47 verschiedenen aus Plasma und Serum gewonnenen Laborparametern (Biomarkern) aus insgesamt 19 Stoffwechselwegen neue Erkenntnisse zur Relevanz von unterschiedlichen Mechanismen in der Entstehung von T2DM und KHK.

Resektion von vormals nicht-resektierbaren Hirntumoren nach der Detektion von funktioneller Reorganisation des motorcortex mit navigierter transkranieller Magnet Stimulation.

In den letzten Jahren führte das Verständnis dynamischer Kortiko-subkortikaler Funktionsnetzwerke zu einem Paradigmenwechsel in der neurowissenschaftlichen Forschung. Die Vorstellung von plastischen Netzwerken implizierte auch das Funktionen sich aufgrund einer Pathologie "bewegen" könnten. Das Projekt wird zum einen die Inzidenz solcher Reorganisationen analysieren zum anderen die Dynamik, der durch das Gliom induzierten funktionellen Reorganisation untersuchen. Funktionelle Reorganisation aufzuspüren und zu verstehen eröffnet damit weitere Möglichkeiten der chirurgischen Resektion.