Molekulare Präzisionsmedizin bei Dilatativer Kardiomyopathie

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste Herzmuskelerkrankung und kann zu Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und plötzlichem Herztod führen. Neben Genveränderungen können zahlreiche andere Ursachen für das Auftreten einer DCM verantwortlich sein, z. B. Krebsmedikamente, Alkohol, oder Bluthochdruck. Dies macht eine sehr sorgfältige und umfassende Diagnosestellung notwendig, damit die Behandlung möglichst an der Ursache greift und dadurch die Prognose des Patienten und eventuell betroffener Familienmitglieder verbessert werden kann.

Charakterisierung von epitranskriptomischen Onkogennetzwerken in akuten T-Zell-Leukämien mittels funktioneller Genomik

Die akute T-Zell Leukämie (T-ALL) des Erwachsenen ist eine aggressive verlaufende Form von Blutkrebs mit einer schlechten Prognose. Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den zellulären Signalwegen, die das unkontrollierte Wachstum der Leukämiezellen steuern. Unsere Arbeiten weisen darauf hin, dass mRNA-Bindungsproteinen und dem „Epitranskriptom“, d. h. chemischen Modifikationen der RNA, in diesem Kontext eine wichtige Rolle zukommt. Diese regulieren die Stabilität von mRNAs, die Onkogene, wie zum Beispiel das MYC-Gen, codieren.

Die Rolle von kardialem CITED4 in altersabhängigen Myokardveränderungen

Mit steigender Lebenserwartung steigt auch das individuelle Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden. Besonders häufig kommt es zu einer Herzschwäche, welche mit deutlichen Behinderungen und funktionellen Einschränkungen für die Betroffenen, sowie einer hohen Sterblichkeit, einhergeht. In Studien konnte der vorbeugende und therapeutische Effekt von Ausdauersport im Rahmen der Herzalterung bestätigt werden. Auf zellbiologischer Ebene sind die komplexen physiologischen und pathologischen Mechanismen die hier zum Tragen kommen jedoch unzureichend aufgeklärt.

A role for the Wilms tumour suppressor gene Wt1 in female fertility

Die Entwicklung eines menschlichen Embryos beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Diese findet im Eileiter der Mutter statt. Während der nachfolgenden Zellteilungen wandert der sich entwickelnde Embryo durch den Eileiter, um sich zwischen dem 5. und 6. Tag in der Gebärmutter einzunisten. Die Wanderung und die Zellteilungen des Embryos müssen genauestens koordiniert und reguliert sein; andernfalls droht eine Eileiterschwangerschaft oder die Einnistung bleibt aus.

Charakterisierung und Überwindung von Resistenzmechanismen gegenüber dem mTORC1- Inhibitor Everolimus

Der mTORC1-Inhibitor Everolimus ist eine der wenigen zugelassenen Therapien für fortgeschrittene neuroendokrine Tumore (NET). Jedoch entwickeln die meisten Patienten nach weniger als einem Jahr eine Resistenz. In diesem Projekt untersuchen wir die Resistenzmechanismen und ihre Überwindung durch den PI3Kα-Inhibitor BYL719, der in vitro die Everolimusresistenz überwinden konnte, an zwei durch uns etablierten stabil Everolimus-resistenten humanen pankreatischen NET-Zelllinien und in vivo am Everolimus-resistenten orthotopen intrapankreatischen Xenograft Mausmodell.

BCL-2-Proteinregulierung durch veränderten Glukosestoffwechsel in Tumorzellen

Wenn menschliche Zellen zur Gefahr für den Organismus werden, können sie sich durch den programmierten Zelltod, Apoptose, entfernen. Im gesunden Menschen verhindert Apoptose Infektionen und schwere Krankheiten, wie Krebserkrankungen. Damit ein Tumor sich entwickeln kann, muss in den betreffenden Zellen Apoptose fehlreguliert werden. Neben anderen Charakteristika zeigen Tumoren oft einen veränderten Stoffwechsel des Zuckers Glukose. Unsere Vorarbeiten zeigen, dass Enzyme, die Glukose in den Stoffwechsel schleusen, an der Regulierung der Apoptose beteiligt sind.

Geleitete Onlineselbsthilfe bei Jugendlichen mit Körperdysmorphen Störung: Eine einfach verblindete randomisiert-kontrollierte Studie

Die Körperdysmorphe Störung ist eine häufig auftretende und schwerwiegende psychische Störung bei Jugendlichen. Allerdings sind Wartezeiten für Therapieplätze lang und Barrieren (bspw. Scham) zur Inanspruchnahme hoch. Die Affinität Jugendlicher gegenüber elektronischen Medien könnte die Zugänglichkeit erleichtern. Hierzu soll die Wirksamkeit einer 12-wöchigen geleitete Onlineintervention für 15-21-Jährige mit sechs kognitiv-verhaltenstherapeutischen Modulen gegenüber einer Informationsvermittlung und wöchentlichen Therapeutenkontakt getestet werden.

Vergleich von koronarer Lithoplastie und Rotablation zur interventionellen Behandlung schwer kalzifizierter Koronarläsionen – ROTA.shock-Studie

Stark verkalkte Engstellen der Herzkranzgefäße stellen für die Behandlung im Herzkatheterlabor nach wie vor eine Herausforderung dar. Vor Implantation einer Gefäßstütze („Stent“) ist es zwingend erforderlich, einen ausreichenden Gewinn an Raum im Gefäß zu erzielen. Kann der Stent aufgrund starker Verkalkungen nicht voll entfaltet werden, so stellt dies ein erhebliches Risiko für einen erneuten Verschluss dar.  

Pathophysiologische Grundlagen zentraler schlafbezogener Atmungsstörungen und ihrer Therapie mittels nicht-invasiver Beatmung bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz unterschiedlicher Entität

Ziel dieses Projektes ist es entscheidende Lücken im Verständnis schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit Lungenhochdruck sowie Patienten mit Linksherzschwäche zu schließen. In diesen Patientengruppen sollen auch die unmittelbaren Effekte etablierter Verfahren der nächtlichen „Masken-Therapie“ auf Parameter der Herz- und Kreislauffunktion kritisch untersucht werden.

Preclinical evaluation of arsenic trioxide in nanoparticle formulation for sonic hedgehog activated atypical teratoid rhabdoid tumors

Atypische Teratoid/Rhabdoidtumoren (AT/RT) sind aggressive embryonale Hirntumoren. In einer molekularen AT/RT-Subgruppe ist der SHH (sonic hedgehog) Signalweg unterhalb seiner Transmembranösen Rezeptoren aktiviert. Kürzlich haben wir aufgedeckt, dass Arsentrioxid (ATO) den SHH Signalweg hemmt. Obwohl ATO zur Behandlung definierten Leukämien erfolgreich eingesetzt wird, zeigen Studien zu soliden Tumoren negative Resultate aufgrund zu niedriger Medikamentenspiegel in den Zielzellen.