Stärkung der Kapazitäten von Gesundheitszentren in Malawi zur Behandlung von Infektionen und nicht übertragbaren Krankheiten
Situation vor Ort:
In Malawi ist Gebärmutterhalskrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Die Umsetzung der nationalen Leitlinien für Gebärmutterhalskrebs wird durch die schwache Gesundheitsinfrastruktur behindert. Die Verbreitung der HPV-Impfung ist gering. Der HPV-DNA-Test ist der empfohlene Standard, da er spezifischer und weniger invasiv ist als das VIA-Screening, aber dieses wird immer noch häufig angewendet.
Ziele:
Verbesserung der Qualität der Gesundheitsdienste für Infektionen und nicht übertragbare Krankheiten, insbesondere HPV und Gebärmutterhalskrebs, für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Bezirk Balaka bis 2027.
Bis 2027 haben 30% der derzeit im Distrikt Balaka lebenden Mädchen vor dem Alter von 15 Jahren mit der Impfung begonnen und die erste oder letzte Dosis des HPV-Impfstoffs erhalten.
Bis 2027 wurden 25% der 25-49-jährigen Frauen mit HPV-Infektion durch einen HPV-DNA-Test im Einzugsgebiet des Balaka DREAM Center diagnostiziert.
Ein Abschlussworkshop wird bis zum Ende des Projekts organisiert.
Organisation und Durchführung von acht HPV-Aufklärungs- und Impfkampagnen für 9-14-jährige Mädchen in Schulen des Distrikts Balaka.
Organisation und Durchführung von acht Aufklärungskampagnen zu nicht übertragbaren Krankheiten (insbesondere Gebärmutterhalskrebs) in den Gesundheitszentren, an Treffpunkten in den Communities und in Firmen.
Organisation von zwei Trainings zu HPV-DNA-Tests und zur Einrichtung von qualitativ hochwertigen und geschlechtsspezifischen Gesundheitsdiensten zu Gebärmutterhalskrebs.
Durchführung eines Dienstes für Screening und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs mit neuartigen HPV-DNA-Tests.
Advocacy in acht nationalen technischen Arbeitsgruppen.
Organisation eines abschließenden Workshops im Distrikt Balaka unter Beteiligung der lokalen Community und der Gesundheitsbehörden.
Das Projekt zielt auf die Nachhaltigkeit der aufgebauten Gesundheitsdienste durch ihre Verankerung in den Communities und durch schrittweise Übertragung der Finanzierung auf die Gesundheitsbehörden ab. Die Lobbyarbeit bei den Gesundheitsbehörden konzentriert sich auf den Austausch von Erfahrungen und die kostenlose Bereitstellung von HPV-DNA-Tests. In der Vergangenheit haben die Gesundheitsbehörden bereits die Verantwortung für wichtige Komponenten der beteiligten Zentren übernommen (Personal, alle antiretroviralen und Tuberkulose-Medikamente, HIV-Schnelltests, CD4- und Viruslasttests).
Innovativ ist die Einführung fortschrittlicher Diagnostik und die Verankerung modernere Gesundheitsdienste in ländliche Communities.
Weitere Informationen: https://www.santegidio.org/