NCDs
|
Madagaskar
|

Bessere Kontrolle von Hypertonie und bessere Schlaganfallversorgung in Madagaskar durch Stärkung des Gesundheitssystems entlang des gesamten Behandlungspfads

Organisation: Charité - Universitätsmedizin Berlin (Charité Center for Global Health) und Ärzte für Madagaskar e.V.
Partnerorganisation vor Ort: Sampan’asa Loterana Momban’ny Fahasalamana (SALFA)
Blutdruckmessung im Rahmen einer Untersuchung durch medizinisches Fachpersonal bei einer Patientin in der Gesundheitseinrichtung in Betania, Tulear, März 2026.

Situation vor Ort:

Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen in Madagaskar viele Todesfälle und langfristige Behinderungen. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation besonders im Süden stark begrenzt. Bluthochdruck als wichtigster Risikofaktor wird oft zu spät erkannt und behandelt. Viele Menschen leben weit entfernt von Gesundheitseinrichtungen, und hohe Behandlungskosten erschweren frühzeitige Hilfe zusätzlich. 


Ziele:

Ziel des Projekts ist es, Sterblichkeit und langfristige Folgeschäden durch Bluthochdruck und Schlaganfälle im Süden Madagaskars zu verringern. Dafür stärken die Projektverantwortlichen die Prävention in den Gemeinden, verbessern die Früherkennung und Behandlung von Bluthochdruck, bauen Überweisungssysteme für Schlaganfallpatientinnen und -patienten aus und stärken die Akutversorgung und Rehabilitation in den beteiligten Gesundheitseinrichtungen. 

Indikatoren:

Gemessen wird, wie das Projekt Menschen entlang der Versorgungskette erreicht: durch geschulte Gemeindegesundheitshelferinnen und -helfer, Gesundheitsinformationen zu Bluthochdruck und Schlaganfall, Rehabilitation und Notfallüberweisungen, gestärkte Schlaganfallversorgung in regionalen Krankenhäusern sowie wissenschaftliche Begleitung und Publikationen. 

Maßnahmen:

Die Projektverantwortlichen schulen Gemeindegesundheitshelferinnen und -helfer sowie Gesundheitspersonal, stärken Aufklärung zu Bluthochdruck und Schlaganfall in den Gemeinden und verbessern Überweisungswege für Patientinnen und Patienten. In regionalen Krankenhäusern bauen wir multidisziplinäre Teams auf, verbessern Akutversorgung und Rehabilitation und begleiten die Einführung einheitlicher Behandlungsabläufe.

Nachhaltigkeit:

Das Projekt baut Schlaganfallversorgung dort auf, wo bisher kaum spezialisierte Angebote bestehen. Lokale Teams werden geschult, im Arbeitsalltag begleitet und darin gestärkt, Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation selbst weiterzuentwickeln. Einheitliche Abläufe und lokale Trainerinnen und Trainer sorgen dafür, dass Wissen vor Ort bleibt und langfristig im Gesundheitssystem verankert wird. 

Besonderheiten:

Besonders ist der Fokus auf Schlaganfälle und Bluthochdruck als wachsende, aber oft vernachlässigte Gesundheitsprobleme in Madagaskar. Das Projekt verbindet Aufklärung in den Gemeinden, bessere Überweisungswege, Akutversorgung, Rehabilitation und Forschung. So werden Patientinnen und Patienten entlang der gesamten Versorgungskette begleitet.