Botswana-Projekt zur Eindämmung ungewollter Schwangerschaften und der Müttersterblichkeit durch den Ausbau von Kapazitäten.

Situation vor Ort:

Botswanas Müttersterblichkeitsrate liegt bei 175,5 pro 100.000 Lebendgeburten und damit deutlich über dem SDG-Ziel von weniger als 70. Mehr als die Hälfte der Schwangerschaften ist ungeplant, wobei Jugendliche über 40 % ausmachen. Ländliche und wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen sind überproportional betroffen. Angesichts der restriktiven Abtreibungsgesetze in Botswana erhöht der eingeschränkte Zugang zu wirksamer Verhütung das Risiko ungeplanter Schwangerschaften, unsicherer Schwangerschaftsabbrüche und vermeidbarer Müttersterblichkeit.

Psychosoziale Hilfe für Kinder und Familien in der Ostukraine

Situation vor Ort:

Die psychische Belastung in den Oblasten Sumy und Charkiw ist schwerwiegend und anhaltend, verursacht durch Unsicherheit, wiederholte Angriffe und anhaltende Schutzrisiken. Laut der WHO-Umfrage von 2025 berichteten über 70 % der Erwachsenen im vergangenen Jahr von Symptomen von Angstzuständen, Depressionen oder schwerem Stress, wobei Vertriebene, Rückkehrer, Frauen und Menschen mit Behinderungen überproportional stark betroffen sind.

Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2026 - Menschen mit Behinderung

Ausgezeichnet werden wird ein Projekt, das beispielhaft zeigt, wie Menschen mit Behinderung in das staatliche Gesundheitssystem integriert werden können, etwa durch medizinische Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen oder präventive und kurative medizinische Dienste. 

Ermuntert wurden Bewerbungen mit erfolgreichen, partnerschaftlichen Projekten in OECD DAC gelisteten und politisch stabilen Ländern. Neben der hohen Qualität und Innovation des Projektes wird auch eine besondere Leistung und Persönlichkeit der projektverantwortlichen Person ausgezeichnet.

Kinder ohne Impfschutz durch gestärkte Primärversorgung im Süden Madagaskars erreichen

Situation vor Ort:

Impfungen schützen Kinder wirksam vor vermeidbaren Krankheiten und tödlichen Verläufen. Dennoch wachsen im Süden Madagaskars viele Kinder ohne diesen Schutz auf. Besonders in abgelegenen Gemeinden erschweren große Entfernungen, Armut und schwache Gesundheitsstrukturen den Zugang zur Versorgung. In der ersten SOAMEVA-Phase wurden in 16 Distrikten über 213.000 Zero-Dose-Kinder unter fünf Jahren identifiziert – ein deutliches Zeichen dafür, wie groß der Bedarf an stärkeren lokalen Impf- und Primärversorgungsstrukturen ist. 

Bessere Kontrolle von Hypertonie und bessere Schlaganfallversorgung in Madagaskar durch Stärkung des Gesundheitssystems entlang des gesamten Behandlungspfads

Situation vor Ort:

Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen in Madagaskar viele Todesfälle und langfristige Behinderungen. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation besonders im Süden stark begrenzt. Bluthochdruck als wichtigster Risikofaktor wird oft zu spät erkannt und behandelt. Viele Menschen leben weit entfernt von Gesundheitseinrichtungen, und hohe Behandlungskosten erschweren frühzeitige Hilfe zusätzlich. 

Unterstützung nachhaltiger Grundlagen für Neugeborene und die Kindergesundheit in Nepal

Situation vor Ort:

Zwischen 1996 und 2022 verzeichnete Nepal einen erheblichen Rückgang der Sterblichkeit bei unter Fünfjährigen, Säuglingen und Neugeborenen. In den letzten zehn Jahren hat sich der Fortschritt jedoch verlangsamt und die Überlebensrate von Neugeborenen ist stagnierend geblieben. Ein zunehmender Anteil der Mütter-, Neugeborenen- und Kindersterblichkeit entfällt auf schwere Krankheitsfälle, die eine Überweisung und Behandlung in Krankenhäusern der sekundären Versorgungsstufe erfordern, wo die Qualität der klinischen Versorgung unzureichend ist.

Verringerung der Müttersterblichkeit in Süd-Madagaskar durch Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems

Situation vor Ort:

Schwangerschaft und Geburt sind im Süden Madagaskars mit großen Risiken verbunden. Viele Frauen leben weit entfernt von der nächsten Gesundheitseinrichtung, Transportmöglichkeiten fehlen und Behandlungskosten übersteigen oft die finanziellen Möglichkeiten der Familien. Viele Einrichtungen leiden unter Personalmangel, fehlender Ausstattung und Medikamentenengpässen. Deshalb finden Geburten häufig ohne medizinische Unterstützung zu Hause statt. Komplikationen, die mit rechtzeitiger Hilfe behandelbar wären, können so lebensbedrohlich werden.

Aufbau einer nachhaltigen laparoskopischen Ausbildung für gynäkologische Chirurgen im ländlichen Ghana

Situation vor Ort:

Das von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung geförderte Projekt unterstützt den Aufbau einer nachhaltigen Ausbildung in minimalinvasiver gynäkologischer Chirurgie am Holy Family Hospital in Techiman, Ghana. Das Lehrkrankenhaus versorgt ein Einzugsgebiet von rund zwei Millionen Menschen und wird als nationales Pilotzentrum für die Ausbildung in der gynäkologischen Laparoskopie etabliert.