Verändertes Essverhalten Erwachsener seit Beginn der Pandemie? Welche Rolle spielt die Psyche dabei?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben Erwachsene befragt, ob und wie weit sich Ernährung, Bewegung und Körpergewicht nach mehr als zwei Jahren Pandemie noch im Pandemie-Modus befinden oder sich wieder „normalisiert“ haben und welche Rolle die Psyche dabei spielt. Die Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung zum Thema Ernährung und Bewegung während der Pandemie (2. Welle) werden am 28. Juli 2022 um 11 Uhr online vorgestellt.

Hemostatic Profiling to Enable Personalized Antithrombotic Therapy in Patients after Transcatheter Aortic Valve Replacement (HemosTAVR)

Die Aortenklappenstenose ist die häufigste primäre Herzklappenerkrankung und ist mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Operationsrisiko bietet der Transkatheter-Aortenklappenersatz (TAVR) im Vergleich zum chirurgischen Aortenklappenersatz, dem bisherigen Therapiestandard, Vorteile. Dennoch besteht ein hohes Risiko für atherothrombotische Komplikationen (wie Schlaganfall) in den ersten Monaten nach TAVR.

Aktionstag „Hessen gegen Krebs“

Bad Homburg v.d. Höhe, 07. Juli 2022 – Optimierte Antikörper zur Behandlung von Lungen- und Prostatakrebs? Zielgerichtete Killerzellen zur Bekämpfung von Hirntumoren? Am Samstag findet der Krebsinformations- und Aktionstag „Hessen gegen Krebs“ in Wiesbaden statt, den die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) finanziell unterstützt – initiiert von der Hessischen Krebsgesellschaft, der Stiftung Leben mit Krebs und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Longitudinales, räumlich aufgelöstes Multi-Omics-Profiling zur Untersuchung zur Charakterisierung von Remission unter Biologika-Therapie bei Colitis Ulcerosa

Colitis Ulcerosa (CU) ist eine nicht heilbare chronische Darmkrankheit, welche die Lebensqualität Betroffener stark einschränken kann. Trotz der Verfügbarkeit neuer Behandlungsansätze lässt sich bei vielen Patientinnen und Patienten eine Remission (Freiheit von Symptomen und Entzündung) nicht langfristig erreichen.

N-Acetylmannosamin als potentielle Therapie für Golgi-Homöostasestörungen

Glykosylierungserkrankungen (Congenital disorders of glycosylation , CDG) sind erblich bedingte Stoffwechselstörungen, die zu schwerwiegenden, potenziell tödlichen Multisystemerkrankungen führen. Das Projekt untersucht, wie es durch das Fehlen der Sialinsäure zu Zellschädigung kommt. Es wird der Effekt des Vorläufermoleküls N-Acetylmannosamin auf Zuckerketten und Stoffwechselvorgängen am Zellmodell untersucht, um langfristig eine Therapie zu entwickeln.

Fortgeschrittene organotypische Fibrosemodelle für pathophysiologische Studien und zur Erprobung neuer therapeutischer Ansätze

Fibrotische Umbauprozesse mit pathologischer Anhäufung von Bindegewebe, wie beispielweise in der Systemischen Sklerose (einer systemischen Bindegewebserkrankung), sind eine häufige Ursache für Morbidität und Mortalität. Die aktuell verwendeten Fibrosemodelle für die Testung antifibrotischer Substanzen reproduzieren aufgrund Spezies-spezifischer Unterschiede oder zu großer Vereinfachung nur eingeschränkt die Pathogenese fibrotischer Erkrankungen.

Endophenotypes of kidney disease progression at the single cell level

Akutes Nierenversagen (ANV) führt trotz immenser Reparaturreserven der Niere häufig zu chronischer Nierenerkrankung – weltweit sind über 850 Millionen Menschen davon betroffen. Es fehlen Medikamente, die eine Verschlechterung der Nierenfunktion nach akutem Schaden verhindern oder aufhalten könnten. Moderne Einzelzell-Analysetechniken haben das Potenzial, unser Wissen über Krankheitsprozesse auf zellulärer Ebene fundamental zu verändern.

EKFS vergibt sechs Else Kröner Memorialstipendien für junge Ärztinnen und Ärzte

Die EKFS hat sechs Else Kröner Memorialstipendiaten ausgewählt, die durch eine zweijährige Freistellung von klinischen Aufgaben ein erfolgversprechendes medizinisches Forschungsvorhaben umsetzen werden. Das Individualstipendium ist mit jeweils 230.000 Euro dotiert.

Folgende Wissenschaftler erhalten in diesem Jahr ein Memorialstipendium:

EKFS geförderter Wissenschaftler nimmt an der 71. Lindauer Nobelpreisträgertagung für Chemie teil und berichtet von seinen Eindrücken

Die EKFS fördert seit 2020 das Projekt des Naturwissenschaftlers zur Entwicklung neuer Strategien in der Krebstherapie. Der Chemiker untersucht kleine Moleküle, die durch eine Aktivierung des Lichts hochgiftig werden und bösartige Zellen rasch abtöten. Für dieses Vorgehen sind spezielle Lichtleiter erforderlich, die das Aktivierungslicht präzise an den gewünschten Ort der Krebszellen bringen. Im Rahmen des Projekts erforscht Dr. Möckl mit seinem Team die strukturelle Optimierung der lichtaktivierbaren Moleküle und entwickelt maßgeschneiderte Lichtleiter.