Neue Therapien gegen Leukämie: Entschlüsselung von Persistenz-Mechanismen von Leukämie-Zellen unter Menin-Inhibitor Therapie

Inhibitoren des Adapterproteins Menin sind neue Wirkstoffe zur Therapie akuter Leukämien mit dem Potenzial, die ersten kurativen zielgerichteten Therapeutika für diese Erkrankung zu werden. Trotz beeindruckender klinischer Aktivität in Phase-1-Studien kommt es bei Patientinnen und Patienten zur zeitweiligen Persistenz von Leukämie-Zellen und in einigen Fällen zum Rückfall der Erkrankung.

Einfluss einseitiger Taubheit und eines Cochlea-Implantats auf die zentrale Hörbahn

Eine einseitige Taubheit vermindert das Sprachverstehen und das Richtungshören in lauten Situationen. Es kann zur Erschöpfung, Frustration und sozialer Isolation führen. Durch ein Cochlea-Implantat (CI; implantierbare Hörprothese) kann beidseitiges Hören wiederhergestellt werden. Jedoch unterscheidet sich die Hörleistung, die Menschen mit einseitiger Taubheit und einem CI erreichen, deutlich voneinander. Leider ist eine zuverlässige Vorhersage des Erfolgs aktuell nicht möglich.

Ganzkörper-Elektromyostimulation zur Behandlung von Kniearthrose (EMSOAT) bei übergewichtigen Menschen - eine randomisierte kontrollierte Studie

Krafttraining übt positive Effekte auf Schmerzen und Funktionalität bei Kniearthrose aus. Leider sind nur wenige Menschen mit osteoarthritischen Knieschmerzen bereit bzw. in der Lage, ein konventionelles Krafttraining mit der nötigen Intensität und Regelmäßigkeit durchzuführen. Ganzkörper-Elektromyostimulation (WB-EMS) könnte eine zeitsparende, gelenkschonende und subjektiv weniger anstrengende Trainingsoption zum Krafttraining sein.

OptoCilia – gezielte Manipulation von ziliären Signalwegen während der Entstehung von polyzystischen Nieren

Die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die weltweit häufigste Erbkrankheit. ADPKD gehört zu einer Gruppe von Erkrankungen, die gemeinhin als Ziliopathien bezeichnet werden. Ziliopathien sind auf Defekte in winzigen Strukturen - den primären Zilien - zurückzuführen. Primäre Zilien sind wimpernartige Ausstülpungen der Zelloberfläche, die als Zellantenne fungieren. Defekte in dieser Antennenfunktion in der Niere führen zur Zystenbildung. Die molekularen Ursachen hierfür sind jedoch nicht gut verstanden.

Sechs Millionen Euro für die Ernährungsmedizin der TUM

Seit fast 20 Jahren verbindet das Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) der Technischen Universität München (TUM) moderne Ernährungswissenschaften mit medizinischer Spitzenforschung. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, zeigen wegweisende Studien zu Themen wie Ernährung in der Schwangerschaft, Erkrankungen von Verdauungsorganen oder braunen Fettzellen.

Nachgefragt: Was ist eigentlich aus unseren ehemaligen geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geworden?

Prof. Dr. Dr. Christine Engeland trat im Jahr 2020 die Professur für Experimentelle Virologie am Lehrstuhl für Virologie und Mikrobiologie an der Universität Witten/Herdecke an. Gemeinsam mit ihrem Projektteam untersucht sie Virus-Wirt-Interaktionen und erforscht auf Basis dieser Erkenntnisse neue therapeutische Ansätze – einen Schwerpunkt bildet die Krebs-Immuntherapie.

Die Autotaxin-Lysophosphatidsäure-Achse als Corticosteroid-Ziel in der Pathophysiologie des nephrotischen Syndroms

Das nephrotische Syndrom ist eine Nierenerkrankung, charakterisiert durch Eiweißverlust über den Urin, Wassereinlagerungen und veränderte Blutfette. Steroide werden zur Therapie dieser Erkrankung eingesetzt, ohne genau zu wissen, wie diese in der Niere wirken. Lysophosphatidsäuren sind bestimmte Fettmoleküle, die im Blut zirkulieren und als Signalmoleküle auch an Rezeptoren in der Niere binden. Wir denken, dass beim nephrotischen Syndrom die Zusammensetzung der Lysophosphatidsäuren verändert ist und dass Steroide diese Veränderungen positiv beeinflussen.