Bedeutung der hypothalamo–hypophysär–gonadalen Achse für das geschlechtsspezifische kardiovaskuläre Risiko bei Diabetes-Subtypen

Oana Patricia Zaharia untersucht, warum Frauen und Männer mit Diabetes ein unterschiedlich hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben und ob sich diese Unterschiede je nach Diabetes-Subtyp verändern. Obwohl Diabetes heute als eine vielfältige Erkrankung gilt, ist der Einfluss von Geschlechtshormonen auf die Herzgesundheit noch wenig erforscht. Dafür analysieren die Forschenden zwei große Patientengruppen: Menschen nach einem Herzinfarkt sowie Personen mit neu diagnostiziertem Diabetes.

ASO4Kids: Aufbau einer Pipeline zur Entwicklung allelselektiver Antisense-Oligonukleotid-Therapien für seltene neurologische Erkrankungen

ASO4Kids verfolgt das Ziel, neue Behandlungsmöglichkeiten für Kinder mit seltenen genetischen Hirnerkrankungen zu entwickeln, die schwere Epilepsien und Entwicklungsstörungen auslösen. Dr. Matias Wagner etabliert dafür eine effiziente Entwicklungsplattform für Antisense-Oligonukleotide – kleine Moleküle, die krankheitsrelevante genetische Signale gezielt ausschalten können. Durch die Nutzung verbreiteter genetischer Marker sollen wenige maßgeschneiderte Wirkstoffe möglichst vielen betroffenen Patientinnen und Patienten zugutekommen.

Ferroptoseregulation durch Etherlipide als Determinante der geschlechtsspezifischen Anfälligkeit für Akutes Nierenversagen

Chronische Nierenerkrankungen nehmen weltweit zu und werden häufig durch wiederkehrendes akutes Nierenversagen (AKI) verursacht. Dabei spielt die Ferroptose, ein Zelltod, bei dem Fettsäuren der Zellmembran durch eisenabhängige Prozesse geschädigt werden, eine wichtige Rolle. Frauen sind von Natur aus besser gegen AKI geschützt, vermutlich aufgrund östrogenabhängiger Veränderungen im Fettstoffwechsel der Zellmembranen, insbesondere durch eine Verringerung bestimmter spezieller Lipide. Die genauen Mechanismen dieses Schutzes sind jedoch noch ungeklärt.

Von der Depletion zur Rekonstitution: Immunreset und prädiktive Signaturen für eine dauerhafte medikamentenfreie Remission bei rheumatoider Arthritis - Das LEARNER-Projekt

Bei rheumatoider Arthritis richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen die Gelenke. Viele Betroffene müssen dauerhaft Medikamente einnehmen, da bestehende Therapien Entzündungen zwar kontrollieren, die krankheitsrelevanten B-Zellen jedoch nicht vollständig beseitigen – ein echter „Neustart“ des Immunsystems bleibt aus. Prof. Dr. Dr.

ZNS-Lymphome – Translation nichtinvasiver Biomarker in die klinische Praxis und Entschlüsselung des einzigartigen Tropismus und der Pathogenese

ZNS-Lymphome sind aggressive Hirntumoren, deren Diagnose und Behandlung häufig schwierig ist. Die biologischen Prozesse, durch die Lymphomzellen ins Gehirn eindringen und sich dort ausbreiten, sind noch wenig verstanden. PD Dr. Florian Scherer und sein Team entwickeln hochsensible Liquid-Biopsy-Tests, mit denen sich kleinste Spuren von Tumor-DNA im Blut und Nervenwasser nachweisen lassen. Dadurch kann in schwierigen Situationen eine schnellere und sicherere Diagnose möglich sein.

Zielgerichtete Modulation von Makrophagenvielfalt als innovativer Therapieansatz bei MASLD und HCC

Die Fettlebererkrankung (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung, MASLD) betrifft ca. 30% der Bevölkerung und ist somit die häufigste chronische Lebererkrankung. Die Krankheit ist charakterisiert durch eine vermehrte Fetteinlagerung in Leberzellen. Dies stellt einen Risikofaktor für das hepatozelluläre Karzinom (HCC) dar, einen bösartigen Lebertumor und weltweit eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Entzündung und Fibrose (Narbenbildungen) beeinflusst den Krankheitsverlauf.

Mukosa-assoziierte invariante T-Zellen als potenzielles Ziel für Immuninterventionsstrategien bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose und spontan bakterieller Peritonitis.

Die Leberzirrhose entspricht dem Endstadium chronischer Lebererkrankungen. Eine Hauptkomplikation der Leberzirrhose stellt das Auftreten von Bauchwasser dar, das neben anderen Komplikationen die dekompensierte Zirrhose definiert und mit einer hohen Mortalität einhergeht. Die Hauptursache für eine akute Dekompensation mit nachfolgendem Leberversagen und Tod sind Infektionen, einschließlich der Entzündung des Bauchwassers, der sogenannten spontan bakteriellen Peritonitis (SBP). Hierbei spielt vor allem die geschwächte Immunantwort eine wichtige Rolle.

Interaktion von Lipidomics und Metaboliten des Mikrobioms mit lipidreichen Plaques

Die Atherosklerose der Herzkranzgefäße ist eine komplexe, degenerative Erkrankung, die zur Entwicklung einer koronaren Herzerkrankung und zu Myokardinfarkten führt. Dabei kommt lipidreichen Ablagerungen (sog. Plaques) eine besondere klinische Bedeutung zu, da diese häufig durch eine dünne fibröse Kappe begrenzt werden und eine hohe Dichte von Entzündungszellen aufweisen. Das vorliegende Projekt untersucht Einflussfaktoren auf die Entstehung solcher Hochrisiko-Plaques. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenspiel bislang wenig betrachteter neuartiger Risikofaktoren.

Joint ForTra-BIH Workshop on Gene and Cell Therapy (GCT): Where do we stand and where do we want to go?

Thema: Joint ForTra-BIH Workshop on Gene and Cell Therapy (GCT): Where do we stand and where do we want to go?

Termin: Montag, 18.05.2026 und Dienstag, 19.05.2026

Zielgruppe: Forschende auf dem Gebiet der Gen- und Zelltherapie – insbesondere translationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Forschung in die klinische Praxis umsetzen möchten

Ort: Frankfurt am Main