Ferroptoseregulation durch Etherlipide als Determinante der geschlechtsspezifischen Anfälligkeit für Akutes Nierenversagen
Chronische Nierenerkrankungen nehmen weltweit zu und werden häufig durch wiederkehrendes akutes Nierenversagen (AKI) verursacht. Dabei spielt die Ferroptose, ein Zelltod, bei dem Fettsäuren der Zellmembran durch eisenabhängige Prozesse geschädigt werden, eine wichtige Rolle. Frauen sind von Natur aus besser gegen AKI geschützt, vermutlich aufgrund östrogenabhängiger Veränderungen im Fettstoffwechsel der Zellmembranen, insbesondere durch eine Verringerung bestimmter spezieller Lipide. Die genauen Mechanismen dieses Schutzes sind jedoch noch ungeklärt. Wulf Tonnus untersucht, wie hormonabhängige Veränderungen im Lipidstoffwechsel die Empfindlichkeit der Niere gegenüber Ferroptose beeinflussen. Langfristig sollen daraus neue geschlechtsspezifische Therapieansätze für akute und chronische Nierenerkrankungen entwickelt werden.