Zielgerichtete Modulation von Makrophagenvielfalt als innovativer Therapieansatz bei MASLD und HCC
Die Fettlebererkrankung (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung, MASLD) betrifft ca. 30 % der Bevölkerung und ist somit die häufigste chronische Lebererkrankung. Die Krankheit ist charakterisiert durch eine vermehrte Fetteinlagerung in Leberzellen. Dies stellt einen Risikofaktor für das hepatozelluläre Karzinom (HCC) dar, einen bösartigen Lebertumor und weltweit eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Entzündung und Fibrose (Narbenbildungen) beeinflusst den Krankheitsverlauf. Eine zentrale Rolle spielen dabei Lebermakrophagen – Immunzellen, die Entzündungsprozesse steuern und sowohl die Vernarbung als auch die Tumorentwicklung beeinflussen können. Wie genau Stoffwechselstörungen, Entzündung und die Entstehung von Krebs bei MASLD und HCC zusammenhängen, ist noch unklar. Dr. Moritz Peiseler untersucht daher mit modernen Methoden wie der Intravitalmikroskopie, Mausmodellen und Multi-Omics-Analysen die Rolle dieser Immunzellen, um neue Therapien zu identifizieren.