Brustraum
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Amplituden-optimierte Defibrillation (AOD) für die gewebeschonende Terminierung maligner Herztachyarrhythmien

Institution: Deutsches Primatenzentrum (DPZ) - Leibniz-Institut für Primatenforschung
Antragsteller: Dr. Claudia Richter
Förderlinie:
Translatorik
Amplituden-optimierte Defibrillation (AOD) für die gewebeschonende Terminierung maligner Herztachyarrhythmien

Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern (VF) oder pulslose ventrikuläre Tachykardie (VT) erfordern eine sofortige Intervention, wobei die standardmäßige Hochenergie-Defibrillation das Herzgewebe belasten und langfristige Schäden verursachen kann. Die Amplituden-optimierte Defibrillation (AOD) steht hier für eine rasche Wiederherstellung eines organisierten Herzrhythmus bei möglichst geringer myokardialer Belastung. 

AOD erfolgt mit einer dynamisch angepassten Schockenergie basierend auf Rhythmusanalyse, Impedanzmessung und Arrhythmietyp. Ziel ist es, eine ausreichende Depolarisation kritischer Myokardmassen mit minimal notwendigen Energien zu erreichen. Der AOD-Algorithmus ist besonders für die Anwendung bei automatischen externen Defibrillatoren, sowie den implantieren Kardioverter-/Defibrillatoren geeignet.

Im Gegensatz zur klassischen Hochenergie-Defibrillation berücksichtigt AOD die spezifischen elektrophysiologischen Eigenschaften der jeweiligen Arrhythmie, wodurch Risiken wie Elektroporation, Myokardschädigung, Stunning und proarrhythmische Effekte potenziell verringert werden. Langfristig führt dies zu einer besseren Erholung des Herzens und geringeren Risiken für Herzinsuffizienz.

Perspektivisch kann eine schonendere Defibrillation zur Erhaltung der myokardialen Funktion beitragen. Die geringere Gewebeschädigung kann das Risiko für Fibrose, Narbenbildung und nachfolgende Komplikationen reduzieren. Gleichzeitig verbessert eine präzisere Energiewahl das Verhältnis von therapeutischem Nutzen zu Nebenwirkungen und unterstützt damit eine nachhaltigere Notfalltherapie.

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