Vorhersage des Prozedurerfolgs anhand einer computergestützten Strömungsdynamik-Analyse einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie zur Bewertung der Mitralklappenrekonstruktion bei fortgeschrittener Mitraklappeninsuffizienz funktionelle
Das Projekt „MATTERHORN Long Term“ vergleicht den langfristigen Therapieerfolg der kathetergestützten Mitralklappenreparatur (M-TEER) mit der chirurgischen Behandlung bei funktioneller Mitralklappeninsuffizienz. Die ursprüngliche MATTERHORN-Studie zeigte, dass M-TEER nach einem Jahr der Operation nicht unterlegen ist. Nun soll geprüft werden, ob sich über längere Zeit Unterschiede bei Haltbarkeit, Herzfunktion und klinischen Ergebnissen zeigen.
Zusätzlich soll ein Computermodell auf Basis von Strömungssimulationen (computational fluid dynamics, CFD) validiert werden. Damit soll aus Ultraschallbildern vorhergesagt werden, wie stark nach dem Eingriff noch eine Undichtigkeit der Mitralklappe besteht und ob sich die Klappe danach noch ausreichend weit öffnen kann. Das ist wichtig, weil die heutige Planung stark von Erfahrung und subjektiver Bildinterpretation abhängt.
Geplant ist die Analyse von 105 M-TEER-Patientinnen und -Patienten aus der MATTERHORN-Studie. Die Bilddaten werden zentral ausgewertet und mit den CFD-Ergebnissen verglichen. Langfristig könnte daraus ein objektives und reproduzierbares Hilfsmittel für Patientenauswahl, Eingriffsplanung und Gerätewahl entstehen.