Künstliches Kehlkopfmodell SynthVOICE

Die menschliche Stimme wird durch die Schwingung der beiden Stimmlippen erzeugt. Der Schall entsteht dabei in der Strömung im Kehlkopf oberhalb der Stimmlippen, welche allerdings am lebenden Patienten nicht messbar ist. Daher wird in diesem Projekt ein künstliches Kehlkopfmodell entwickelt, das sowohl den gesunden als auch kranken Stimmentstehungsprozess abbildet. In dem Modell ist es möglich, die Stellung der künstlichen Stimmlippen elektromechanisch zu kontrollieren und somit verschiedene physiologische und pathologische Schwingungsmuster der Stimmlippen nachzubilden.

HPI und UKE: Gemeinsam gegen HIV

Hamburg. Das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) forschen an Methoden, um das Leben von HIV-positiven Patienten zu verbessern. Dazu schlagen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Wege in der HIV-Behandlung ein. In einer klinischen Studie untersuchen sie zurzeit die Wirksamkeit der sogenannten Genschere Brec1 als Strategie zur Heilung von HIV-Infektionen.

KlinStrucMed

Ziel des seit 2015 von der EKFS geförderten Promotionskollegs „Klin-StrucMed“ der Medizinischen Hochschule Hannover ist es, besonders motivierten, sehr guten Medizinstudierenden die Möglichkeit zu geben, exzellente und sehr gut betreute medizinische Promotionsprojekte durchzuführen. Das Programm soll damit eine Einstiegsmöglichkeit in den Karriereweg des Clinician-Scientist sein. Die Medizinstudierenden setzen 12 Monate vom regulären Studium aus.

Neue Ansätze für eine effiziente antikörperbasierte Therapie von Infektionen mit dem menschlichen Cytomegalovirus (HCMV)

Die Infektion mit dem humanem Cytomegalovirus (HCMV) kann eine lebensbedrohliche Situation für Feten und Patienten nach Transplantation darstellen. Die verfügbaren Medikamente haben teils starke Nebenwirkungen und sind nicht immer wirksam. Eine Alternative könnten Antikörper gegen das Virus sein. Aus Tausenden Blutspendern haben wir die mit der stärksten Wirkung gegen das Virus ausgewählt. Nun soll getestet werden, ob die Gabe von Blutplasma dieser Spender auch in den behandelten Patienten die Antikörper gegen das Virus messbar erhöhen kann.

Zellspezifisches targeting von therapeutischen Oligonukleotiden zur Therapie von Tumoren

Das Immunsystem ist grundsätzlich in der Lage, Tumorzellen von normalen Zellen zu unterscheiden. Häufig ist die basale Immunantwort aber nicht ausreichend, um den Tumor zu eliminieren. Ziel unseres Forschungsprojekts ist deshalb die gezielte Aktivierung des Immunsystems, in dem wir in Tumorzellen eine virale Infektion imitieren. Dabei nutzen wir nicht intakte Viren, sondern nur einige Strukturen, die von Rezeptoren in den Tumorzellen erkannt werden, und Hüllproteine von Viren, um Tumorzellen gezielt anzusteuern.

Einfluss von HIF auf das immunologische Tumor Microenvironment sowie Multidrug-Testing im klarzelligen Nierenzellkarzinom

Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom haben trotz der Zulassung neuer, innovativer Medikamente eine fatale Prognose. Die zugrunde liegenden Mechanismen für das heterogene Ansprechen neu zugelassener Checkpoint-Inhibitoren sind ungeklärt. Mithilfe eines der weltweit ersten autochthonen Mausmodelle wollen wir Einflussfaktoren (insbesondere HIF-1α und HIF-2α) in den verschiedenen Kompartimenten des Tumor Microenvironment (TME) sowie den Tumorzellen identifizieren.

Untersuchung synaptischer Eigenschaften der entorhino-hippokampalen Projektion auf Einzelzell-Ebene

Die entorhino-hippokampale Projektion nimmt wichtige Aufgaben im zentralen Nervensystem wahr, wie die Vermittlung räumlicher Orientierung und die Regulation von Lernprozessen. Darüber hinaus ist sie Angriffspunkt der Alzheimer-Erkrankung, was einige Symptome dieser Erkrankung erklären kann.

Zielgerichtete Therapiestrategien in der Onkologie (Targeted Therapies): von den molekularen Grundlagen zur klinischen Anwendung

Das Else Kröner-Forschungskolleg Frankfurt „Zielgerichtete Therapiestrategien in der Onkologie: Von den molekularen Grundlagen zur klinischen Anwendung“ hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Tumortherapien zu entwickeln, welche spezifisch auf die Besonderheiten der Krebszellen ausgerichtet sind. Die durch das Else Kröner-Forschungskolleg geförderten forschenden Ärztinnen und Ärzte (Clinician Scientists) stellen hierbei eine wichtige Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung dar.

Untersuchung von Calca-kodierten Peptiden zur Modellierung divergenter Mechanismen der Knochenregeneration

Die gestörte Frakturheilung einschließlich Pseudarthrosen stellt nach wie vor eine klinische Herausforderung dar, da sie mit langen Krankenhausaufenthalten, chronischen Schmerzen und hohen sozioökonomischen Kosten verbunden ist. Patienten mit schweren Verletzungen weisen systemisch erhöhte Konzentrationen von Calca-kodierten Peptiden auf, zu denen Procalcitonin (PCT), Calcitonin (CT) und Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) zählen. Das Projekt zielt daher darauf ab, die Rolle dieser Peptide bei der Knochenregeneration mithilfe von in vivo- und in vitro-Ansätzen aufzudecken.

In-vivo-Untersuchungen zur kombinatorischen Behandlung des Medulloblastoms mit 5-Aza-2‘-desoxycytidin, Abacavir und Bestrahlung

Das Medulloblastom ist der häufigste bösartige Hirntumor bei Kindern. Trotz Radiochemotherapie können etwa 30 % der Patienten nicht geheilt werden. Zudem hat die Therapie insbesondere bei jüngeren Kindern Auswirkung auf die Entwicklung des Gehirns, was sich z. B. in einer Verminderung des Intelligenzquotienten und hormonellen Defiziten äußern kann.