Stärkung der pädiatrischen Notfallversorgung in der Ukraine
Situation vor Ort:
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit nunmehr vier Jahren an. Besonders vulnerable Gruppen wie Kinder sind gefährdet, deren akute Notfälle infolge der prekären Versorgungslage und infrastrukturellen Engpässen stark zunehmen. Gleichzeitig mangelt es an pädiatrisch ausgebildetem Fachpersonal. Viele Medizinerinnen und Mediziner fühlen sich auf die fachlichen und emotionalen Herausforderungen von Notfällen, in die Kinder involviert sind, nicht ausreichend vorbereitet, was zu Verzögerungen und Unsicherheiten in der Notfallversorgung führt.
Ziele:
Ziel des Projekts ist es, die pädiatrische Notfallversorgung in der Ukraine nachhaltig zu stärken. Durch standardisierte, kontextsensible und wissenschaftlich zertifizierte Trainings sollen die fachliche Expertise und Handlungssicherheit des medizinischen Personals deutlich verbessert werden. Gleichzeitig wird die psychosoziale Resilienz der Teilnehmenden gefördert. Durch die Ausbildung lokaler Trainerinnen und Trainer wird Wissen transferiert und dauerhaft vor Ort verankert, sodass sich die Versorgung kompetenter und sicherer gestaltet und die Qualität der Kinder-Notfallversorgung nachhaltig steigt.
- Anzahl erstellter kontextsensitiver Trainingscurricula für pädiatrische Notfalltrainings
- Anzahl medizinisches Fachpersonal, das als Trainerinnen und Trainer qualifiziert wurde
- Anzahl in pädiatrischer Notfallversorgung zertifizierter Kursteilnehmender
- Anzahl ausgefüllter Evaluationsfragebögen durch Teilnehmende
Das Projekt umfasst die kontextsensible Weiterentwicklung pädiatrischer Trainings durch akademisches Peer-Review, die Qualifizierung von Trainerinnen und Trainer, die Durchführung von praxisnahen Trainings in der Ostukraine sowie ergänzende Blocktrainings zur Stärkung psychosozialer Resilienz. Zusätzlich werden spezielle Module für pädiatrische Notfalltransporte angeboten.
Das Projekt schafft nachhaltige Strukturen für die pädiatrische Notfallversorgung in der Ukraine. Durch zertifizierte Trainings und ausgebildete Trainerinnen und Trainer entstehen dauerhafte Kapazitäten vor Ort. So kann die Qualität der Notfallversorgung für Kinder verbessert werden, während die Belastung des medizinischen Personals reduziert und seine Handlungssicherheit in Krisensituationen gestärkt wird.
Das Projekt zeichnet sich durch einen kontextsensitiven, praxisnahen Trainingsansatz aus, der medizinische, psychosoziale und kommunikative Kompetenzen integriert. Die Durchführung von Trainings direkt vor Ort sowie die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und internationalen akademischen Institutionen gewährleistet hohe Relevanz und nachhaltige Wirkung.
Weitere Informationen finden Sie hier.