Stärkung der neonatologischen und pädiatrischen Versorgung in Krankenhäusern in der Region Busoga, Uganda, durch ein Kaskaden-Schulungs- und Mentorenmodell
Situation vor Ort:
Eine unzureichende Versorgungsqualität trägt zu einer hohen Zahl von Frühgeburten und 60 % der vorzeitigen Sterblichkeit in Ländern mit niedrigem Einkommen bei und beeinträchtigt die Gesundheit, Bildung und Teilhabefähigkeit von Kindern an der Gesellschaft. In der Region Busoga in Uganda ist die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren nach wie vor hoch, was in erster Linie auf Komplikationen bei der Geburt und Infektionskrankheiten im frühen Kindesalter zurückzuführen ist. Um diese Herausforderungen anzugehen und die Lücke zwischen evidenzbasierten Praktiken und der Gesundheitsversorgung zu schließen, wurde 2020 eine Partnerschaft zwischen den beiden Nichtregierungsorganisationen Busoga Health Forum (BHF) in Uganda und Pediatric Health Initiative (PHI) in Schweden gegründet. Ziel der Partnerschaft ist es, die Qualität der pädiatrischen Versorgung zu verbessern, indem Gesundheitsfachkräfte aus dem pädiatrischen Bereich aus einkommensschwachen und einkommensstarken Regionen durch gemeinsame Verbesserungsmaßnahmen miteinander vernetzt werden.
Ziele:
Verbesserung der Versorgungsqualität für kranke Kinder in der Region Busoga (Uganda) durch ein Mentoren- und Schulungsprogramm unter Einbeziehung nationaler und internationaler Mentoren für Gesundheitspersonal in Einrichtungen
1.1 Eine definierte pädiatrische Mentoring-Gruppe wird eingerichtet.
1.2 Es finden regelmäßige pädiatrische Mentoring-Besuche statt.
1.3 Pädiatrische Mentoring-Tools werden entwickelt und bei Mentoring-Aktivitäten eingesetzt.
1.4 Für das zweite Jahr werden lokale pädiatrische Mentoren in Einrichtungen der unteren Ebene identifiziert.
2.1 Ausgewählte Mentoren werden einen Studienbesuch im Astrid-Lindgren-Kinderkrankenhaus absolvieren, um ihr Wissen über evidenzbasierte Praktiken und Mentoring-Strategien zu vertiefen.
2.2 Es finden regelmäßige Treffen zwischen internationalen/JRRH-Mentoren und lokalen Mentoren statt.
2.3 Die Überwachung durch den Einsatz von Mentoring-Tools in Einrichtungen der unteren Ebene wird durchgeführt und dokumentiert.
3.1. Zwei ETAT+ Kurse für Gesundheitspersonal, das in den sechs teilnehmenden Krankenhäusern in der pädiatrischen Notfallversorgung tätig ist, wurden abgeschlossen.
3.2. Zwei Kurse für Gesundheitspersonal, das in den sechs teilnehmenden Krankenhäusern mit Neugeborenen arbeitet, wurden durchgeführt.
3.3 Halbtägige Schulungen zu Kinderrechten, Neuropädiatrie und Infektionsprävention wurden in allen sechs teilnehmenden Krankenhäusern durchgeführt.
3.4 Die Einrichtungen sind mit den grundlegenden Geräten für die Behandlung kranker Neugeborener und pädiatrischer Notfälle ausgestattet (z. B. Pulsoximeter, Beatmungsbeutel, Blutzuckermessgeräte).
Die Aktivitäten des vorgeschlagenen Projekts richten sich als direkte Zielgruppe an das medizinische Schlüsselpersonal der Kinder- und Neugeborenenstationen des Jinja Regional Referral Hospital und der sechs stark frequentierten Bezirkskrankenhäuser rund um das JRRH in der Region Busoga in Uganda.
Das Mentorenprogramm erstreckt sich über zwei Jahre und zielt darauf ab, die Kompetenzen, Fähigkeiten und Leistungen der Gesundheitsfachkräfte an vorderster Front in der Region Busoga in Uganda zu verbessern. Das Mentoring-Programm wird die Mentees dazu ermutigen, evidenzbasierte Praktiken in ihrer täglichen Arbeit anzuwenden.
Das Projekt beginnt mit der gemeinsamen Entwicklung eines Mentoring-Tools, das auf die wichtigsten Bereiche mit Verbesserungspotenzial abzielt. Es werden regelmäßige Mentoring-Besuche von JRRH in den Bezirkskrankenhäusern durchgeführt und Aktionspläne zur Verbesserung der Versorgungsqualität entwickelt.
Die Mentoring-Besuche werden durch Schulungsveranstaltungen während der gesamten Projektlaufzeit ergänzt, die sowohl online als auch persönlich stattfinden.
Das Ziel des Programms ist es, Kapazitäten aufzubauen und Nachhaltigkeit im Jinja Regional Referral Hospital (JRRH) zu schaffen, um einen Pool lokaler Mentoren aufzubauen, die die Entwicklungsarbeit im JRRH und den umliegenden Einrichtungen über die anfängliche Umsetzungsphase hinaus selbstständig fortsetzen können. Die Einbindung nationaler Fachkräfte, darunter der Makerere-Universität und des Gesundheitsministeriums, wird sicherstellen, dass das Mentoring auf die bestehenden Strukturen und Prozesse des Gesundheitssystems abgestimmt ist.
Lokale Gesundheitsmanagement-Teams werden einbezogen, um das Mentorenprogramm zu unterstützen und zu beaufsichtigen. Um die Nachhaltigkeit weiter zu fördern, werden Möglichkeiten zur Kostensenkung für Mentorenaktivitäten geprüft und eingeführt, beispielsweise die Einrichtung von WhatsApp-Gruppen für regelmäßige Treffen und Unterstützungsmaßnahmen. Da das ugandische Gesundheitsministerium plant, das JRRH zu einem nationalen Referenzkrankenhaus für Pädiatrie auszubauen, sind wir davon überzeugt, dass unsere Aktivitäten gut positioniert sind, um als integraler Bestandteil der zukünftigen Krankenhausstruktur fortgeführt zu werden.
Keine Angaben.
Weitere Informationen: https://pediatrichealthinitiative.org/