Kunsttherapeutische Workshops für Kinder und deren Erziehungsberechtigte in der Ukraine
Situation vor Ort:
Hauptgrund für das Projekt war und ist, dass Eltern von traumatisierten Kindern davor zurückschrecken, sich professionelle Hilfe bei Psychologen oder Psychiatern zu suchen. Sie denken bei solchen Terminen, dass ihr Kind „verrückt“ wäre. „Kunsttherapeutische Workshops“ klingen in den Ohren dieser Eltern nicht so sehr nach Krankheit und werden besser angenommen.
Psychologische Hilfe ist nach über vier Jahren Krieg immer noch unterentwickelt und staatlicherseits kaum bis gar nicht gefördert, da der Staat mit anderen kriegsbedingten Problemen zu kämpfen hat.
Ziele:
Ziel dieses Projekts ist eine Normalisierung und Verbesserung des psychologischen und emotionalen Wohlbefindens von Kindern aus Familien, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind, und ihren Erziehungsberechtigten vorgesehen, indem regelmäßig kunsttherapeutische Aktivitäten durchgeführt werden, an denen sowohl Kinder als auch Eltern gemeinsam teilnehmen.
Nach der Projektlaufzeit von 12 Monaten (52 Wochen) lernten mindestens 700 Familien, bestehend aus mindestens einem Erziehungsberechtigten und mindestens einem Kind, in drei Städten über Workshops kunsttherapeutische Methoden, um die Folgen des Kriegs besser zu verarbeiten. Dies wird in Teilnahmelisten der Projektpartner und Feedbackfragebogen dokumentiert.
Die Projektpartner führen wöchentliche Workshops mit Kindern und ihren Erziehungsberechtigten durch. An jedem Workshop nehmen 6-10 Kinder im Alter von 6-16 Jahren teil, um gemeinsam zu malen oder zu basteln. Die Workshops werden von geschultem Personal betreut.
Die Erziehungsberechtigten lernen praktische Methoden, um ihren Kindern zu helfen, die Folgen des Krieges besser zu bewältigen. Sie tauschen ihre Erfahrungen untereinander aus, um sich zu Hause weiter mit ihren Kindern zu beschäftigen.
Während der 2-3 Stunden dauernden Treffen werden die Kinder mit kunsttherapeutischen Ansätzen betreut und kommen dabei mit anderen Kindern aus der Region in Kontakt. In dieser Zeit haben die Erziehungsberechtigten Zeit, sich mit anderen Eltern über vergleichbare Probleme auszutauschen und voneinander zu lernen.