Untersuchung der chronischen Nierenerkrankung und Fibrose als Treiber der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion
Viele Menschen mit chronischer Nierenerkrankung entwickeln mit der Zeit eine besondere Form von Herzschwäche: Das Herz zieht sich normal zusammen, wird aber steif und füllt sich nicht mehr richtig mit Blut (Fachleute sprechen von Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion, HFpEF). Betroffene sterben häufig früh, und wirksame Medikamente gibt es bisher kaum.
Warum kranke Nieren das Herz so verändern, versteht bislang niemand genau. Eine mögliche Ursache ist eine Vernarbung des Herzgewebes – ausgelöst durch Giftstoffe, die sich im Blut anreichern, wenn die Nieren sie nicht mehr ausscheiden. Untersuchen ließ sich das lange schlecht, weil menschliches Herzgewebe und passende Modelle fehlten.
Hier setzt das Projekt an. Mit neuen Methoden kartiert es erkranktes Herzgewebe bis auf wenige Mikrometer genau und macht sichtbar, welche Gene in den einzelnen Zellen aktiv sind. In Mini-Herzen, die im Labor aus Stammzellen wachsen, werden die Erkenntnisse anschließend gezielt überprüft. Ziel ist zu verstehen, wie Niere und Herz zusammenhängen – und daraus Ansatzpunkte für neue Behandlungen zu gewinnen.