Rolle des WDFY3-Gens und Wnt-Signalwegs bei neurologischen Entwicklungsstörungen und Gehirngröße

Förderbeginn
Institution: Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Leipzig
Hauptantragsteller: Diana Le Duc
EKFS-Förderlinie: Erstantragstellung
Pathogene Varianten in WDFY3 führen zu einer Entwicklungsverzögerung. Wir beobachteten je nach Art der Variante gegensätzliche Auswirkungen auf die Gehirngröße.

Die Mechanismen, die milden bis moderaten neurologischen Entwicklungsstörungen zugrunde liegen, sind z.T. unklar. Späte Diagnosen führen zu einer hohen Belastung für das Gesundheitssystem.
Unser Projekt untersucht das WDFY3-Gen, eine monogene Ursache für eine mittelschwere Entwicklungsstörung. Bei menschlichen Probanden und in einem Mausmodell haben wir gezeigt, dass Varianten in WDFY3 zu einer erhöhten oder verringerten Gehirngröße führen können. Wir vermuten, dass die unterschiedlichen Ergebnisse vom Funktionsgewinn oder -verlust des codierten Proteins abhängen. Diese Hypothese testen wir, indem die Varianten in Drosophila eingeführt werden, gefolgt von molekularer und morphologischer Charakterisierung von Gehirnen aus mehreren Mutanten. Dies wird zum Verständnis des zugrunde liegenden Mechanismus beitragen. Zudem eignet sich der Ansatz zum Testen zusätzlicher Gene.