Gehirn
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Von kortikaler Netzwerkdysfunktion zur Therapie: Eine transnationale Studie zu neuroprotektiven Strategien und zur stressassoziierten Verstärkung Chemotherapie-induzierter peripherer Neuropathie

Institution: Charité - Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie
Antragsteller: Dr. Alina Stegemann
Förderlinie:
Erst- und Zweitantragstellung
Von kortikaler Netzwerkdysfunktion zur Therapie: Eine transnationale Studie zu neuroprotektiven Strategien und zur stressassoziierten Verstärkung Chemotherapie-induzierter peripherer Neuropathie

Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie (CIPN) ist eine häufige, klinisch relevante Nebenwirkung onkologischer Therapien. Sie kann Schmerzen und Sensibilitätsstörungen verursachen, die Lebensqualität erheblich einschränken und teils eine Dosisreduktion der Chemotherapie erforderlich machen. Bislang ist unzureichend verstanden, welche Mechanismen CIPN-Schmerzen verstärken oder chronifizieren und wie sich daraus individuelle Risikoprofile und gezielte Therapieansätze ableiten lassen.

Dieses Projekt untersucht zentrale Prozesse der CIPN-Entstehung und -Chronifizierung. Im Fokus stehen kortikale Mechanismen der Schmerz- und Emotionsverarbeitung. Durch die Verbindung präklinischer und klinischer Daten soll beschrieben werden, welche Netzwerke bei CIPN verändert sind und welche davon zur Schmerzwahrnehmung beitragen. Zudem wird untersucht, wie chronischer Stress CIPN beeinflusst und ob kortikale Mechanismen Ansatzpunkte für Prävention und Therapie bieten.

Ziel ist es, Risikofaktoren und relevante Mechanismen der CIPN zu identifizieren, Grundlagen für personalisierte Diagnostik, Prävention und Therapie zu schaffen und so die Lebensqualität von Tumorpatientinnen und -patienten zu verbessern