Bildbasierte Modellierung des Tumormakroenvironments bei gastrointestinalen Tumoren
Bösartige Tumoren wirken nicht nur lokal, sondern verändern den gesamten Organismus. Sie beeinflussen Stoffwechsel, Muskulatur, Fettgewebe und innere Organe. Diese Veränderungen können wiederum den Krankheitsverlauf beeinflussen, etwa die Verträglichkeit von Therapien oder die Entstehung neuer Metastasen. Dieses wechselseitige Zusammenspiel zwischen Tumor und Wirtsorganismus wird als Tumormakroenvironment bezeichnet.
Bildgebende Untersuchungen betrachten bislang meist einzelne Organe zu einzelnen Zeitpunkten. Wie sich das Zusammenspiel von Organen und Geweben im Verlauf einer Tumorerkrankung verändert, ist bislang nicht systematisch erfasst.
Das Projekt entwickelt hierfür ein KI-Modell auf Basis routinemäßiger CT-Untersuchungen von Patientinnen und Patienten mit gastrointestinalen Tumoren. Organe und Gewebe werden automatisiert erfasst und in quantitative Merkmale überführt. Ein zeitsensitiver Algorithmus modelliert anschließend deren Zusammenspiel und Veränderungen im Krankheitsverlauf. Ziel ist es, Gesamtüberleben, Metastasierungsmuster und Therapietoxizität vorherzusagen und dadurch eine präzisere Risikostratifizierung zu ermöglichen.
Weitere Informationen: AI-Assisted Healthcare