Präklinische Entwicklung eines Nasensprays auf Basis einer immunstimulierenden RNA in Lipidnanopartikeln zur frühen Therapie und Breitband-Prophylaxe viraler Atemwegsinfektionen
2021 waren Infektionen mit SARS-CoV-2 mit 8.7 Mio. Todesfällen und andere Infektionen der unteren Atemwege mit 2.5 Mio. Todesfällen zusammen die weltweit häufigste Todesursache. Während für die Behandlung von bakteriellen Infektionen wirksame Antibiotika zur Verfügung stehen, sind die therapeutischen Möglichkeiten für virusbedingte Atemwegserkrankungen limitiert und zumeist symptomatisch.
In einem Verbundprojekt des Universitätsklinikums Bonn und der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickeln wir einen neuartigen Ansatz der antiviralen Abwehr. Durch einen RNA-Aktivator, der in Lipid-Nanopartikeln eingekapselt ist, imitieren wir einen Virusangriff und aktivieren die körpereigenen angeborenen antiviralen Abwehrmechanismen durch Aktivierung des Immunrezeptors RIG-I. Viren können die aktivierten Zellen gar nicht erst befallen oder sich im Körper ausbreiten.
Mit der Förderung für regulatorisches Consulting werden die Forschenden den notwendigen präklinischen Studienplan aufstellen, um mit gezielter Anschlussförderung auf schnellstem Wege die Voraussetzungen für den Beginn der Phase-I-Entwicklung zu schaffen.