Digitalisierung der ETAT-Leitlinien zur besseren Kindernotfallversorgung in Malawi

Situation vor Ort: 

In Malawi sterben viele Kinder an vermeidbaren Ursachen, weil lebensrettende Notfallmaßnahmen zu spät oder gar nicht erfolgen. Mangel an geschultem Personal und standardisierten Prozessen verschärft die Situation.


Objectives:

Verbesserung der akuten Notfallversorgung von Kindern in Malawi durch Einführung einer digitalen Entscheidungshilfe auf Basis der nationalen ETAT-Leitlinien.

Vision für morgen: Förderung der Augengesundheitsversorgung durch digitale Technologie in Sambia

Situation vor Ort: 

Sambia steht vor großen Herausforderungen in seinem Gesundheitssystem. Die Augengesundheitsversorgung leidet unter einem Mangel an personellen Ressourcen, unzureichenden Routine-Untersuchungen und begrenzten finanziellen Ressourcen. Die systemischen Mängel führen zu einem eingeschränkten Zugang zu augenmedizinischen Leistungen, insbesondere in ländlichen Regionen, wo es kaum  Gesundheitsinfrastruktur gibt.
 

Psychologisches Zentrum an der Kinderklinik Cherson/Ukraine

Situation vor Ort: 

Die Kinderklinik in Cherson behandelte in 2024 33.000 Kinder aus der Region Cherson (200 km Umkreis). 2.000 von ihnen mit psychischen Problemen. Aufgrund der Kriegssituation wird 2025 eine deutliche Zunahme erwartet. Es ist daher dringend notwendig, für die psychologische Behandlung der Kinder eine eigene Abteilung aufzubauen.
 

Ziele:

Renovierung und Ausstattung vorhandener Räume für psychologische Behandlung von Kindern, sowie intensive Schulung des Fachpersonals

Stärkung der mentalen Gesundheit kriegstraumatisierter und gewaltbetroffener Frauen und Mädchen in der Ukraine

Situation vor Ort: 

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine 2014 sind Frauen besonders schwer betroffen, erleben verschiedene Formen konfliktbezogener geschlechtsspezifischer Gewalt und leiden zunehmend unter eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung. Seit 2022 sind die Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt um 36 Prozent gestiegen und 6,7 Millionen Frauen sind auf lebensrettende Hilfe angewiesen (UN WOMEN 2025).
 

Verbesserung der Medikamentenversorgung für vulnerable Bevölkerungsteile in der Südukraine

Situation vor Ort: 

Die Situation ist nach wie vor geprägt von täglichen Luftangriffen. Die Lebensbedingungen für ältere Menschen auf dem Land und für viele der aktuell landesweit 2,8 Mio. Binnenvertriebenen sind teilweise höchst prekär. Die Gesundheitsinfrastruktur ist massiv beeinträchtigt und der Zugang zu medizinischen und pharmazeutischen Leistungen ist nicht nur in frontnahen Gebieten stark eingeschränkt. 


Ziele: 

Sicherung des Zugangs zu Medikamenten und medizinischen Hilfsstoffen für knapp 7.000 Menschen in der Südukraine.

Else Kröner Fresenius Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit 2025 - Mobile Kliniken

Ausgezeichnet werden wird ein Projekt der aufsuchenden Gesundheitsdienste (mobile Dienste, Outreach) mit denen Menschen erreicht werden, für die der Weg zur nächsten Gesundheitseinrichtung zu weit, zu gefährlich, zu unwegsam oder zu teuer ist und bei denen mobile Gesundheits-Teams zu Fuß, mit Fahrzeugen oder anderen Transportmitteln unterstützt werden.

Sicheres Blut in Nigeria

Situation vor Ort: 

In Nigeria werden zunehmend Bluttransfusionen zur Behandlung von postpartalen Blutungen, Traumata, großen Operationen, schweren Anämien bei Kindern und Sichelzellpatienten, etc. gebraucht. Aktuell ist Blut nicht immer sicher: es besteht ein Übertragungsrisiko von Infektionskrankheiten (unsichere Tests, bakterielle Kontamination), mangelnde Hygiene, Transfusionsreaktionen wegen erythrozytärer Antikörper (keine Reagenzien/Einrichtungen zum Testen).