Anthropomorphes 4D-Phantom

Die Zukunft der Strahlentherapie liegt in der dynamischen Anpassung des Zielvolumens während der Bestrahlung in Echtzeit (image guided radiation therapy). Aktuell werden Organbewegungen durch Prädiktion von Atemkurven per Gating (Unterbrechen der Bestrahlung, sobald sich das Zielgebiet aus dem Strahl entfernt) kompensiert. In der Radioonkologie setzen sich nun immer mehr adaptive Bestrahlungsmethoden durch, die die Dosis räumlich und zeitlich zielgenau applizieren.

Nicht-invasive Hirnstimulation des posteroparietalen Kortex – ein neuer Ansatz zur Förderung der Erholung nach einem Schlaganfall?

Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen bei Erwachsenen. Nicht-invasive Hirnstimulation, meist der motorischen Hirnrinde, kann Erholung unterstützen, zeigt aber eine große interindividuelle Variabilität in ihrer Wirksamkeit. Eine alternative Zielregion könnte eine Region im Bereich des Parietallappens sein. Dieses Projekt hat zum Ziel, ihre Stimulation bei Schlaganfallpatienten zu untersuchen. Es sollen die Effekte auf die Erregbarkeit des motorischen Netzwerkes sowie auf die motorische Leistung untersucht werden.

Dissecting the human T cell receptor-epitope interaction landscape through artificial intelligence guided analysis of antigen-specific T cell responses after yellow fever vaccination

T-Zellen sind Immunzellen, die vor Infektionen oder Krebs schützen, aber auch chronische Entzündungs- oder Autoimmunerkrankungen verursachen können. T-Zellen erkennen ihr Ziel über den T-Zell-Rezeptor (TZR). Der menschliche Körper beherbergt Milliarden unterschiedlicher TZR. Die Zuordnung des richtigen TZR und seines Ziels ist daher eine enorme Herausforderung. In dem vorgeschlagenen Projekt werden wir bei einer klinischen Kohorte von Gelbfieberimpflingen innovative experimentelle Methoden mit künstlicher Intelligenz kombinieren, um vorherzusagen, welches Ziel ein TZR erkennen wird.

Die Rolle von Autophagie in Trophoblasten in der Pathophysiologie der Präeklampsie

Präeklampsie ist eine schwangerschaftsassoziierte Erkrankung, die zu Frühgeburten und mütterlichem Organversagen führen kann. Weltweit sorgt diese Erkrankung für eine hohe Sterblichkeit. Die genaue Entstehung dieser Schwangerschaftserkrankung ist bislang nicht geklärt. Eine heilende Therapie existiert nicht. Zentrales Entstehungsorgan der Präeklampsie ist der Mutterkuchen.

Neurokognitive Faktoren unterschiedlicher Substanzkonsummuster

Impulsivität und Selbstkontrolle sowie Aktivierungen des Gehirns im Zusammenhang mit diesen Eigenschaften (gemessen im MRT) sind viel untersuchte „Risikofaktoren“ für Suchterkrankungen. Dieses Projekt erforscht, ob diese Faktoren spezifische Probleme im Zusammenhang mit Substanzkonsum und damit wirklich die Entwicklung von Suchterkrankungen und nicht nur mehr Konsum vorhersagen. Bisher wurde noch nicht untersucht, ob der Zusammenhang dieser „Risikofaktoren“ mit Suchterkrankungen durch Unterschiede in der Substanzkonsummenge erklärbar ist.

Neue Ideen zum Verhindern von Tröpfcheninfektionen

Bad Homburg v.d. Höhe, 11. März 2021 – Die Schutzmaßnahmen gegen Erkrankungen, die durch Tröpfchen und Aerosole übertragen werden, sind relativ schwach, wie auch die aktuelle Covid-19-Pandemie zeigt. Deshalb will die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) mit einem Ideen- und Projektwettbewerb in Höhe von einer Million Euro die Entwicklung von neuen Schutzmaßnahmen gegen Viren vorantreiben.

Tröpfcheninfektionen

Beim Ausatmen und Sprechen sowie beim Niesen und Husten werden Krankheitserreger durch Vernebelung als Tröpfchen und Aerosole an die Umgebung abgegeben. Zur Tröpfchen- oder Aerosol-Infektion von Kontaktpersonen kommt es, wenn die Erreger anschließend auf deren Schleimhäute gelangen und sich dort vermehren.