5. ZEIT FORUM Gesundheit

Im Rahmen des fünften ZEIT FORUMs Gesundheit am 13. Juni 2019 wurde unter anderem der Frage nachgegangen, wie das Erbgut unser Essverhalten beeinflusst. Diese und andere spannende Sachverhalte diskutieren Prof. Klingenspor vom EKFZ und renommierte Expert(inn)en aus Ernährungsmedizin und Kulturwissenschaft. Gastgeber der Veranstaltung waren ZEIT DOCTOR und die Else Kröner-Fresenius-Stiftung.

Das Video zum ZEIT FORUM finden Sie hier (© ZEIT Verlag).

Analyse von neuartigen Immunevasionsstrategien von Staphylococcus aureus

Staphylococcus aureus ist ein sehr bedeutsamer Infektionserreger, der bei Menschen Haut- und Weichteilinfektionen sowie lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis und Endokarditis verursachen kann. Obwohl schlechte klinische Verläufe oftmals mit Antibiotikaresistenzen des Erregers in Verbindung stehen, sind hohe Krankheits- und Sterberaten vorwiegend auf die immunevasiven Eigenschaften von S. aureus zurückzuführen. Daher zielt dieses Projekt darauf ab, neuartige Immunevasionsstrategien von S.

Diäten schützen vor dem akuten Nierenversagen

Die akute Nierenschädigung ist eine häufige und gefährliche Erkrankung. Aktuell fehlen präventive und therapeutische Strategien. Interessanterweise können spezifische Diäten im Tiermodell sehr gut vor akuter Nierenschädigung schützen. Dieses immense Potenzial konnte jedoch bislang nicht in die Klinik übertragen werden, da die optimale Diät für den Menschen ebenso wie die molekularen Mechanismen des diätetisch-induzierten Schutzes der Nieren unbekannt sind.

Effekt des Galle-Mikrobioms auf das „Outcome“ nach Lebertransplantation

Die einzige erfolgsversprechende Therapie für Patientinnen und Patienten mit terminalen Lebererkrankungen ist die Lebertransplantation. Häufige Probleme sind Komplikationen an den Gallenwegen. Diese sind entgegen früherer Annahmen nicht „steril“, sondern auch physiologisch mit einer Vielzahl an Mikroben besiedelt. Die Bedeutung dieser Besiedelung, ob vorteilhaft oder pathologisch, bleibt jedoch unklar.

Prädiktion, Validierung und Prävention von kognitiven Störungen nach Chemotherapie mittels humaner induzierter pluripotenter Stammzellen (iPSC)

Gedächtnisstörungen nach Chemotherapien zählen zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen einer Krebstherapie, deren Entstehung in großen Teilen noch unverstanden ist. Aus induzierten pluripotenten Stammzellen an Gedächtnisstörungen leidender Brustkrebspatientinnen werden verschiedene Zellen des Gehirns differenziert und anschließend der Einfluss der Chemotherapie auf diese Zellen untersucht. Damit soll der zugrundeliegende Pathomechanismus von Gedächtnisstörungen nach Chemotherapie in einem humanen Patienten-spezifischen Krankheitsmodell untersucht werden.

Ischämische Prä- und Postkonditionierung bei Hochrisiko-Infarktpatienten (RIP-HIGH)

Ischämische Konditionierung bezeichnet die Generierung körpereigener protektiver Effekte durch Hypoxie. Dies kann beispielsweise durch Aufblasen einer Blutdruckmanschette am Oberarm erfolgen. Obwohl die Herzmuskelschädigung hierdurch reduziert werden kann, ist die Datenlage zur Verbesserung der klinischen Prognose limitiert.

Publikationspreis 2021

Bad Homburg v.d. Höhe, 1. Juni 2021 – Über den Publikationspreis 2021 der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) dürfen sich drei Nachwuchswissenschaftler freuen: Dr. Veit Buchholz von der Technischen Universität München für seine Forschung zum Immungedächtnis der T-Zellen, Dr. Rouven Höfflin vom Universitätsklinikum Freiburg für seine neuen Erkenntnisse zu Nierenzellkarzinomen sowie Dr. Eugen Tausch vom Universitätsklinikum Ulm für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Chronischen Lymphatischen Leukämie freuen.