Analyse des Einflusses von extremer Frühgeburtlichkeit auf die Sehfunktion, visuelle Lebensqualität und Netzhautmorphologie im Erwachsenenalter – die Gutenberg-Prematurity-Study

Förderbeginn
Institution: Augenklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hauptantragsteller: PD Dr. med. Achim Fieß
EKFS-Förderlinie: Erstantrag
Image: Abbildung

Erläuterungen zur Abbildung:

Die vier Abbildungen zeigen eine 1:1-Pixelansicht der horizontalen SD OCT-Messungen der Netzhautschichtdicke bei Kindern. Die Bilder zeigen den Makula-B-Scan mit farbigen Linien, die jede Netzhautschicht abgrenzen. Die foveale Netzhautschichtdicke ist bei frühgeborenen Kindern im Vergleich zu reifgeborenen Kindern deutlich dicker und die foveale Senke aufgehoben.

Abb.1) 5-jähriger Junge, Gestationsalter 23 Wochen mit postnataler ROP.
Abb.2) 6-jähriger Junge, Gestationsalter 25 Wochen ohne postnatale ROP.
Abb.3) 7-jähriges Mädchen, Gestationsalter 30 Wochen ohne postnatale ROP.
Abb.4) 4-jähriges Mädchen, Gestationsalter 38 Wochen.
 

Über das Projekt:

Bei frühgeborenen Kindern werden sehr häufig zahlreiche Sehstörungen sowie ein vermehrtes Auftreten von Augenerkrankungen in der Kindheit festgestellt. Es ist jedoch kaum bekannt, inwieweit diese Veränderungen auch noch im Erwachsenenalter bestehen und ob weitere Augenerkrankungen sowie eine veränderte Netzhautmorphologie auftreten. Das Ziel der Gutenberg Prematurity Study ist es, den Einfluss von Frühgeburtlichkeit und damit verbundener Faktoren auf die Sehfunktion und die visuelle Lebensqualität sowie die Netzhautmorphologie im Erwachsenenalter zu untersuchen. Hierfür werden 400 ehemals früh- und reifgeborene Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren untersucht. Hieraus sollen Leitlinien für eventuell notwendige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen von ehemals extrem frühgeborenen Kindern im Erwachsenenalter entwickelt werden zur Vermeidung von zukünftigen Seheinschränkungen und Blindheit.

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