Review EKFZ für Digitale Gesundheit | InnoDays 2022

Staatssekretär Dr. Andreas Handschuh und Dekanin der Medizinischen Fakultät Prof. Esther Troost eröffneten mit inspirierenden Grußworten die zweitägige MedTech-Konferenz vor rund 200 Teilnehmern. Zahlreiche Demonstrationen und Prototypen unserer Innovationsprojekte, thematisch breit gefächerte Vorträge sowie Netzwerk-Pitches ermöglichten den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in medizintechnische Innovationen sowie aktuelle Trends und Neuigkeiten aus der Digital Health Szene.

ZEIT FORUM Gesundheit

Der Schrittzähler im Handy oder der Pulsmesser in der Uhr: Das ist für viele bereits Alltag. Theoretisch ist aber noch viel mehr möglich: Die Spracherkennungssoftware im Handy könnte Rückschlüsse auf Krankheitssymptome geben. Algorithmen könnten dabei unterstützen, Vitaldaten auf Intensivstationen auszuwerten, um zum Beispiel künstlicher Beatmung vorzubeugen. Software könnte riesige Mengen Daten auswerten und sie der Forschung zur Verfügung stellen.
 

Nachgefragt: Was ist eigentlich aus unseren ehemaligen geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geworden?

Prof. Dr. Stefanie Kürten ist seit 2020 Professorin für Neuroanatomie am Anatomischen Institut des Universitätsklinikums Bonn. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf dem Nervenleiden Multiple Sklerose (MS). Der schnelle Transfer von Forschungsergebnissen auf die klinische Anwendung ist ihr dabei besonders wichtig. Zudem setzt sie neue Akzente in der Mediziner-Ausbildung und will den Standort Bonn zu einem Zentrum für klinische Anatomie ausbauen.

Frankfurt geht an die Nieren

Deshalb wird die Nephrologie in der Universitätsmedizin Frankfurt jetzt massiv gestärkt: Im Zuge der Neuberufung von Prof. Thimoteus Speer wird das Fachgebiet zu einer eigenständigen Klinik am Universitätsklinikum Frankfurt aufgewertet. Gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung entsteht zudem ein Zentrum für Nephrologische Forschung.

Translationale Pankreaschirurgie

Die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist meist schlecht. Eine erfolgreiche operative Therapie ist nur in einem frühen Tumorstadium bei fehlendem Vorliegen von Fernmetastasen möglich. Ein führender Grund für diese schlechte Prognose ist das ausgesprochen häufige Wachstum der Tumorzellen in die umgebenden Nerven (die sog. „nervale Invasion“). Prof. Dr. Demir entwickelte neue Techniken zur Untersuchung dieses klinischen Problems und setzte kürzlich auch neue experimentelle Modelle zur Untersuchung dieses Phänomens ein (Wang et al. J Clin Invest 2023).

Ansätze der Künstlichen Intelligenz zur Etablierung personalisierter und zielgerichteter Therapien für Leukämien und Lymphome

Das Ziel der Professur ist es, systemmedizinische Ansätze zu etablieren. Hierfür werden Leukämie- und Lymphom-Krebszellen auf unterschiedlichen Ebenen sehr detailliert charakterisiert. Dies umfasst zum Beispiel das Genom (Erbmaterial), die Expression von Genen (Vorlage für den Aufbau der Eiweiße) und die Häufigkeit von Eiweißen. Darüber hinaus werden zur funktionellen Charakterisierung der primären Patientenzellen Plattformen entwickelt, die es erlauben, im Hochdurchsatz das Ansprechen auf Medikamente außerhalb des Körpers zu messen.

Die funktionelle Rolle von Nephrozyten in der Immunantwort von Drosophila melanogaster

Chronische Nierenerkrankungen sind eine der tödlichsten Erkrankungen weltweit. Das Immunsystem ist dabei häufig für Gewebeschäden verantwortlich und verschiedene Signalwege, die mit dem Immunsystem assoziiert sind, sind in chronischen Nierenerkrankungen erhöht. In dieser Studie soll untersucht werden, ob Podozyten, wichtige Zellen des Nierenfilters, als spezialisierte Immunzellen während der Erkrankung fungieren und ob sie das Immunsystem regulieren können.