CRISPR-Cas9 Geneditierung der CaMKIIδ als antiarrhythmische Therapie bei schlafbezogenen Atemstörungen

Schlafbezogene Atemstörungen (SBAS) gehen häufig mit Herzrhythmusstörungen einher und reduzieren so die Lebensqualität und -erwartung, weshalb neue und verbesserte Behandlungsstrategien dringend benötigt werden. Kürzlich konnten PD Dr. Simon Lebek und sein Team zeigen, dass es bei Patientinnen und Patienten mit SBAS zu einer gesteigerten Aktivierung eines bestimmten Krankheitsfaktors (CaMKIIδ) kommt, was zu Herzrhythmusstörungen führt. Ziel ist es, die Aktivierungsstelle dieses schädlichen Krankheitsfaktors auszuschalten, um eine neue Behandlungsstrategie zu entwickeln.

Geschlechterspezifische Unterschiede in der CD8+ T Zell-vermittelten Immunkontrolle der chronischen Hepatitis B-Virusinfektion

Bei der chronischen Hepatitis B-Virusinfektion (HBV) ist bekannt, dass Männer eine höhere Viruslast im Blut aufweisen und häufiger Komplikationen wie Leberkrebs bekommen. Die zugrundeliegenden Mechanismen sind jedoch bisher unbekannt. Tierexperimentelle Daten und eigene Vorarbeiten weisen auf eine mögliche wichtige Rolle HBV-spezifischer T-Killer-Zellen hin. In dem Forschungsvorhaben sollen nun die immunologischen Mechanismen aufgedeckt werden, die zu einem unterschiedlichen klinischen Verlauf der chronischen HBV-Infektion bei Männern und Frauen führen.

KI-gestützte Charakterisierung von Copy-number-Signaturen im Kontext von Krebstherapien

Neben Mutationen beeinflussen auch Kopienzahlvarianten bzw. Copy Number Variations (CNVs) den Ausbruch, das Fortschreiten und die Therapieresistenz von Krebs. Dr. Dr. Emre Kocakavuk und sein Team werden CNV-Signaturen bei wiederkehrenden und metastasierenden Krebserkrankungen nach der Behandlung umfassend untersuchen. Diese Signaturen werden mit klinischen Behandlungsdaten verknüpft.

Identifizierung von immunologischen Merkmalen, welche die Reaktion auf Immuntherapien beeinflussen

Die Wechselwirkung zwischen dem Immunsystem und Krebszellen ist weiterhin nicht ausreichend geklärt. Mit dem Aufkommen neuer Immuntherapien wird das Verständnis dieser Interaktion immer wichtiger. Immuntherapien können mit entzündlichen Reaktionen einhergehen, welche Autoimmunerkrankungen ähneln und oftmals die Behandlung einschränken. In diesem Projekt wird untersucht, wie sich Signale des Immunsystems auf die Wirksamkeit von Immuntherapien auswirken und welche Faktoren zu einer Darmentzündung unter diesen Therapien führen.

Tumor Monitoring und molekulare Risikostratifikation mittels Liquid Biopsy bei Meningeompatienten vor Radiotherapie

Die Radiotherapie stellt einen effektiven Behandlungsansatz in der Therapie des Meningeoms dar, eines Hirntumors, der aus der Hirnhaut entsteht. Diese Therapie wird insbesondere bei inoperablen Patientinnen und Patienten bevorzugt. Aufgrund von möglichen Operationsrisiken werden oftmals Biopsien bei chirurgisch schwierig zugänglichen Tumoren vermieden, so dass durch das Fehlen von Tumormaterial eine der Tumoraggressivität angepasste Bestrahlungsplanung nicht möglich ist.

Bekanntgabe der Else Kröner Memorialstipendien 2023

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) unterstützt im Rahmen der Else Kröner Memorialstipendien klinisch und wissenschaftlich tätige Ärztinnen und Ärzte am Beginn ihres Berufsweges. Durch eine zweijährige Freistellung von klinischen Aufgaben haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, sich auf ein erfolgversprechendes medizinisches Forschungsvorhaben zu konzentrieren. Das Stipendium ist mit insgesamt 250.000 € dotiert.

In diesem Jahr erhalten neun Medizinerinnen und Mediziner ein Else Kröner Memorialstipendium: