EKFZ für Digitale Gesundheit: 20 Millionen Euro für zweite Förderperiode bewilligt
Den erfolgreichen Weg fortsetzen
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Kurzbeschreibung:
Das Nervensystem ist ein kritischer Regulator in unseren Körpern und beeinflusst nicht nur unsere Entwicklung, sondern auch das Verhalten von Krebserkrankungen. Dieses System orchestriert die Bildung von Organen während unseres Wachstums, erhält ein ausgewogenes inneres Milieu aufrecht und ermöglicht Anpassungsfähigkeit im Laufe unseres Lebens. Jedoch spielt es ebenso eine Rolle bei der Steuerung verschiedener Aspekte von Krebs, von seiner Initiation bis zu seiner Ausbreitung und Metastasierung.
Die autosomal‐dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) ist die häufigste genetische Nierenerkrankung des Menschen. Patientinnen und Patienten mit ADPKD entwickeln unzählige flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in ihren Nieren, was zu Nierenversagen und der Notwendigkeit einer Dialysetherapie führt. Im Projekt sollen neue Behandlungsansätze für diese Erkrankung entwickelt werden.
Die Einschlusskörpermyositis (IBM) ist eine häufige Muskelerkrankung, die ältere Menschen betrifft. Bei der IBM kommt es zu einer chronischen Entzündung der Muskulatur. Aktuelle Behandlungsansätze können den Fortschritt der Erkrankung bislang nicht effektiv stoppen.
Neutrophile Granulozyten und Blutplättchen gehören zu den zahlreichsten Blutzellen des Menschen. Während Neutrophilen vor allem wichtige Aufgaben in der Immunabwehr gegen Bakterien zugeschrieben werden, sind Blutplättchen für ihre Rolle in der Blutgerinnung (Hämostase) und Ausbildung von Gerinnseln (Thrombose) bekannt. Im Rahmen von schweren Infektionen können sich beide Zelltypen gegenseitig aktivieren. Kommt es hierbei zu einer zu starken Aktivierung, können Entzündungsreaktionen überschießen und dem Körper so schaden.
Die Immuntherapie hat für Patientinnen und Patienten mit verschiedensten Tumorerkrankungen große Fortschritte gebracht. Es gibt jedoch auch Patientinnen und Patienten, die nicht von einer Immuntherapie profitieren. Verlässliche Marker um ein Ansprechen vorherzusehen, gibt es bisher nicht. Dies wäre jedoch wünschenswert, um Nebenwirkungen zu vermeiden, frühzeitig eine andere Therapie zu beginnen und Therapiekosten zu reduzieren.
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und die häufigste Ursache für nicht-traumatische neurologisch bedingte Behinderung im jungen Erwachsenenalter. In der MS führt eine chronische Entzündung im Gehirn und Rückenmark zu einem kontinuierlichen Verlust von Nervenzellen, welcher nicht effektiv durch Therapien behandelt werden kann. Daher sind neue Therapieansätze notwendig, um die Nervenzellen direkt zu schützen.
Eine intakte intestinale Wundheilung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen chirurgischen Therapie bei Darmkrebs. Insbesondere die Heilung der Nähte, die die beiden Darmenden nach der Tumorresektion wieder miteinander verbinden, ist entscheidend. Jedoch ist die Rate der Leckagen im Bereich dieser Nähte (Anastomoseninsuffizienzen) nach wie vor hoch, was zu hoher Morbidität und Mortalität führt. Mit dem vorliegenden Projekt sollen die zellulären Prozesse während der Anastomosenheilung detailliert untersucht werden.
Das Immunsystem versucht stetig der Entstehung und Ausbreitung von Krebszellen und damit der Entstehung sowie dem Fortschreiten von Tumoren entgegenzuwirken. Diese erwünschte Immunantwort kann allerdings auch fehlgeleitet werden und neurologische Symptome hervorrufen. Solche als paraneoplastische neurologische Syndrome (PNS) bezeichnete Erkrankungen können verschiedene Bereiche des Nervensystems betreffen. Mittels moderner immunologischer Methoden möchte Dr.
Sensorische Nervenzellen sind nicht nur für Sinneswahrnehmungen zuständig, sondern regulieren über die Ausschüttung von Neuropeptiden und Neurotransmittern auch aktiv Immun- und Gewebeprozesse. Dabei spielen sie eine entscheidende Rolle in der Bekämpfung von Krankheitserregern, bei allergischen Prozessen und beeinflussen Wundheilung und Regeneration. Dieses Projekt zielt darauf ab, altersbedingte Veränderungen der Reizerkennung und -reaktion in sensorischen Neuronen zu charakterisieren und zu entschlüsseln, ob Immunzellen eine aktive Rolle bei der Progression dieses Prozesses einnehmen.