Analyse der Auswirkung eines Polytraumas auf die murine Frakturheilung im Langzeitverlauf

Das Polytrauma stellt global die führende Todesursache unter 50 Jahren dar, wobei 60% der Überlebenden noch Jahre später an relevanten Behinderungen, wie einer verzögerten oder ausbleibenden Heilung von Knochenbrüchen, leiden. Die Gründe hierfür sind bisher nicht gut erforscht. Bekannt ist lediglich, dass eine Verbindung zwischen Polytrauma und Knochenheilung besteht, da in der Entzündungsreaktion nach Polytrauma dieselben Botenstoffe ausgeschüttet werden wie nach Knochenbrüchen.

Friend or foe? Investigating the role of fractalkine signaling and its therapeutic potential in FSGS

Erkrankungen von Podozyten, speziellen Zellen des Nierenfilters, können zu einem typischen Vernarbungsmuster der Niere führen, der s.g. fokalen und segmentalen Glomerulosklerose (FSGS). Die FSGS ist eine der häufigsten Ursachen einer chronischen Nierenkrankheit und geht mit erhöhter Sterblichkeit einher. Die derzeitige Therapie ist verbunden mit einer Reihe von Nebenwirkungen und bleibt in bis zu einem Drittel der Fälle wirkungslos. Neue Therapieansätze sind daher dringend notwendig.

EValuate: Charakterisierung extrazellulärer Vesikel als diagnostische und prognostische Biomarker

Zellen entsenden kleine Membranvesikel, um mit ihrer Umgebung zu kommunizieren. Krebszellen nutzen diese extrazellulären Vesikel (EVs) zur Vorbereitung der Ausbreitung im Körper. Das frühe Erkennen der Krebsstreuung bleibt eine klinische Herausforderung. Die Anwendung von EVs als Krebsmarker scheitert jedoch aufgrund fehlender Kenntnisse über die EV-vermittelte Zellkommunikation. In diesem Projekt werden neuartige Methoden zur EV-Aufreinigung verglichen, um eine effiziente und breit einsetzbare Methode zu definieren.

Shiftless: ein zelluläres Protein, das Retrotransposons inhibiert

Retrotransposons sind springende Gene in unserem Genom, die eine Reihe von altersbedingten und neurologischen Erkrankungen, wie z.B. amyotrophe Lateralskelrose (mit-)verursachen können. Ein wichtiger Faktor, um die Aktivität von Retrotransposons zu kontrollieren scheint das zelluläre Protein Shiftless zu sein. In diesem Projekt wollen die Forschenden einerseits den molekularen Mechanismus von Shiftless aufdecken, andererseits soll entschlüsselt werden, ob der Faktor die Entstehung von Krankheiten verhindern kann.

Machine Learning basierte Klassifizierung von Plattenepithelkarzinomen anhand des DNA Methylierungsprofils

Zentraler Bestandteil jeder Krebsbehandlung ist die Untersuchung einer Gewebeprobe unter dem Mikroskop. Hierbei wird beurteilt um welche Art von Krebs es sich handelt, und von welchem Organ dieser ausgegangen ist. Bei einer speziellen Krebsart – dem sogenannten Plattenepithelkarzinom (Hauttumor) – gelingt es jedoch nicht immer, das Ursprungsorgan sicher zu erkennen. Eine korrekte Einordnung ist jedoch wichtig, um festzustellen wie weit sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, um die beste Behandlung auswählen zu können.

Nutzung von Einzelzelllandschaften für die Entwicklung von chimären Antigenrezeptor-T-Zellen (CAR) zur Behandlung des Hodgkin-Lymphoms

Im Vergleich zu klassischen Chemotherapeutika, welche auf viele unterschiedlichen Zelltypen wirken, können Immuntherapien und neuartige Zelltherapeutika gezielt Krebszellen erkennen und abtöten. Dadurch lassen sich nicht nur starke anti-tumoröse Wirkungen erzielen, sondern auch Therapie-assoziierte Nebenwirkungen reduzieren. Bestimmte Arten des Lymphdrüsenkrebs (z.B. sogenannte Hodgkin-Lymphome) kommen gehäuft bei jungen Erwachsenen vor.

Else Kröner Symposium: Latest Trends in Infection and Immunity

Die erste Ph.D. class der Hamburg School of Infection & Immunity lädt zum "1. Latest Trends in Infection and Immunity HSII/HCTI Symposium" ein, das am 15. und 16. November 2023 in Hamburg stattfindet.

Ziel des Symposiums ist es, der nächsten Generation von Forschern wertvolle Einblicke in die neuesten Trends und Technologien in der Immunologie zu geben. Auf der Veranstaltung werden sechs hochkarätige internationale Referenten und fünf interne Referenten des UKE zu verschiedenen Themen sprechen.

Pathogenese ASXL1-mutierter Akuter Myeloischer Leukämien (AML): Entschlüsselung von Mechanismen für neue rationale Interventionen

Projektziel ist das Vertiefen des molekularen Verständnisses ASXL1-mutierter Akuter Myeloischer Leukämien (ASXL1mut AML) sowie die Anwendung neuer Erkenntnisse zur Verbesserung von bisher sehr begrenzten Therapiemöglichkeiten. ASXL1mut treten häufig in myeloischen Erkrankungen auf und gehen mit einer ungünstigen Prognose einher. Durch Verwendung eines genetischen Mutationssystems in ASXL1mut Mäusen entsteht AML. Daraufhin werden neu identifizierte Veränderungen mit humanen AML abgeglichen, wobei neue, zur AML-Entstehung beitragende Gene festgestellt werden.

Individualisierung der Linezolid-Therapie bei kritisch kranken Intensivpatientinnen und-patienten durch Populationspharmakokinetik

Die Forschenden streben an, die personalisierte Dosierung des Antibiotikums Linezolid bei schwer erkrankten Patientinnen und Patienten mithilfe von Modellen in die klinische Praxis zu integrieren. Zunächst evaluieren sie veröffentlichte pharmakokinetische Modelle, um die Vorhersagegenauigkeit für die Linezolid-Konzentration im Blut der Patientinnen und Patienten zu prüfen (externe Modellvalidierung).

Entwicklung einer funktionellen Biotinte für den 3D-Biodruck eines vaskularisierten In-vitro-Modells der Tränendrüse

In Europa sind etwa 15-40 Prozent der Bevölkerung von sogenannten „Trockenen Auge“ betroffen. Ein Teil davon leiden an einer Sonderform dieser Erkrankung, die zu starken Schmerzen, Sehbeeinträchtigung bis hin zu Erblindung führen kann. Meist liegt bei diesen Patientinnen und Patienten eine Schädigung der Tränendrüse zugrunde, hervorgerufen durch Bestrahlungen bei Tumorbehandlungen im Kopfbereich, Verletzungen oder Autoimmunerkrankungen. Derzeit gibt es keine etablierte Therapie um die Tränendrüse wieder vollständig herzustellen.