Untersuchung des positiven Effekts von Antibiotika auf den Einfluss einer Chemotherapie beim duktalen Pankreaskarzinom

Die Chemotherapie gilt als die bevorzugte Behandlungsoption für Patientinnen und Patienten, die unter metastasiertem duktalen Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) leiden. Leider profitieren nicht alle Patientinnen und Patienten von dieser Behandlung. In präklinischen Modellen des Pankreaskarzinoms konnten wir beobachten, dass eine Kombination verschiedener Antibiotika die Effektivität der klinisch eingesetzten Chemotherapie verbessern konnte. Antibiotika sind dafür bekannt, die Zusammensetzung der Bakterien, die unseren Körper bewohnen, stark zu verändern.

Untersuchungen von Inflammation und Alpha-Synuklein Pathologie beim monogenen und idiopathischen Parkinson-Syndrom

Dr. Max Borsche und sein Team werden an mehreren Zeitpunkten gewonnene Blutproben von Kontrollpersonen und Parkinson-Patienten mit und ohne Veränderungen in den Genen PRKN und PINK1 auf fehlgefaltetes alpha-Synuklein und immunologische Veränderungen untersuchen. Das Projekt zielt auf ein tieferes Verständnis der Ursachen sowie auf die Entwicklung von Markern für Schweregrad und Verlauf der (genetischen) Parkinsonkrankheit ab. Dies kann für die Frühdiagnose der Parkinson-Erkrankung und die Prüfung krankheitsmodifizierender Medikamente im Rahmen von klinischen Studien von Bedeutung sein.

Neuartige Gentherapie-Ansätze für die Verbesserung von Hören und anderen Sinnesstörungen bei Patientinnen und Patienten mit angeborenen Gendefekten

Projektpartner:

Prof. Dr. Michael Morgan, Medizinische Hochschule Hannover
Dr. Juliane Schott, Medizinische Hochschule Hannover
Prof. Dr. Hildegard Büning, Medizinische Hochschule Hannover
John W. Hadden II, CEO of ViroCell Biologics Ltd. (London, UK)
Prof. Farzin Farzaneh, CSO of ViroCell Biologics Ltd. (London, UK)

Kollaborationspartner:

Prof. Dr. med. Athanasia Warnecke, Medizinische Hochschule Hannover
Prof. Dr. Hinrich Staecker, University of Kansas (USA)
 

Präklinische Entwicklung eines Aktivators von Slack-Kaliumkanälen für die Therapie von Histamin-unabhängigem und chronischem Pruritus

Pruritus (Juckreiz) ist eine unangenehme Sinneswahrnehmung, die das Verlangen hervorruft, sich zu kratzen. Ähnlich wie akuter Schmerz dient akuter Pruritus als ein wichtiger Schutzmechanismus, um potenziell schädliche Reize zu erkennen. Chronischer Pruritus (d.h. über mehr als 6 Wochen anhaltend) erfüllt jedoch meist keine nützliche Funktion und kann zu einem erheblichen Leiden der Betroffenen führen.

Kardiovaskuläre System-Immunologie

Immunzellen des adaptiven Immunsystems, so genannte T- und B-Zellen schützen den Körper eigentlich vor Eindringlingen wie Viren und Bakterien. Bei Autoimmunerkrankungen ist die Aktivität einiger, so genannter autoreaktiver, Immunzellen jedoch unkontrolliert. Sie richten sich dann gegen körpereigene Proteine und greifen den Körper an. Auch bei der Atherosklerose, einer chronischen entzündlichen Erkrankung von Arterien, die zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt, lassen sich solche autoreaktive Immunzellen nachweisen.

Neurogene Dysphagie – Pathophysiologie, Diagnostik und innovative Therapiestrategien

Der Schluckakt unterliegt einer komplexen Steuerung innerhalb des Nervensystems. Daher stellen Schluckstörungen (Dysphagien) ein häufiges Symptom vieler neurologischer Erkrankungen, z.B. nach einem Schlaganfall, dar. Die Folgen wie Lungenentzündungen, Mangelernährung und Notwendigkeit dauerhafter Sondenernährung sind schwerwiegend. PD Dr. Sonja Suntrup-Krüger befasst sich mit verschiedenen Neurostimulationsverfahren, die das Gehirn zur effektiveren Umorganisation für ein Wiedererlernen der Schluckfunktion nach einer Schädigung anregen sollen (Neuroplastizität).

Einfluss des Aminosäuremetabolismus auf intestinale Immunität und chronische Entzündungsprozesse

Konrad Aden beschäftigt sich mit der molekularen Pathogenese chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind durch tiefgreifende Veränderungen des Stoffwechsels von z.B. Aminosäuren charakterisiert. Welche Ursachen dieser fehlgeleitete Stoffwechsel hat und ob man Erkenntnisse darüber in passgenauerer diagnostische oder therapeutische Behandlungsansätze überführen kann, ist Zielsetzung seiner Arbeit.

Translationale Forschung und innovative klinische Studien

Die COVID-19-Pandemie hat die Wichtigkeit einer raschen Überführung von Erkenntnissen aus der molekularen und klinischen Forschung in die Anwendung an Patientinnen und Patienten verdeutlicht. Die „W3-Professur für translationale Forschung und innovative klinische Studien“ verfolgt das Ziel, im interdisziplinären Ansatz die vielfältigen Daten aus klinisch-epidemiologischen Datenbanken, Bildgebung, Bioinformatik und Molekularbiologie zu integrieren und in leitlinienrelevante klinische Studien und individualisierte Therapieansätze zu überführen.