Professur für Atriale Arrhythmopathie

Vorhofflimmern ist mit drei bis vier Prozent Betroffenen in der Bevölkerung und einer stetig wachsenden Patientenzahl nicht nur die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit, sondern auch eine wesentliche Ursache thrombembolischer Ereignisse. Aktuell zur Verfügung stehende Therapieoptionen zeigen hohe Rezidivraten und eine mangelnde Effizienz. Hintergrund hierfür ist, dass die dem Vorhofflimmern zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen einer atrialen Kardiomyopathie nur unzureichend verstanden sind.

Die Entschlüsselung des Zusammenspiels immunologischer Ausweichmechanismen und metabolischer Faktoren in der Onkogenese und Metastasierung im Pankreaskarzinom

Tumorzellen können dem Immunsystem durch verschiedene immunologische Ausweichmechanismen entgehen. Einige Immuntherapien können diese Ausweichmechanismen blockieren und ermöglichen dem Immunsystem den Tumor anzugreifen. Mit dieser therapeutischen Strategie wurden bereits beeindruckende Behandlungserfolge bei verschiedenen Krebsarten erzielt, jedoch nicht beim Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein detailliertes Verständnis der komplexen immunologischen Vorgänge beim Bauchspeicheldrüsenkrebs wird daher dringend benötigt.

Autophagie: Recycling, Reparatur, Abwehr - AURA

Durch Autophagie können defekte Proteine, Krankheitserreger oder beschädigte Zellbestandteile in der Zelle abgebaut und ihre Bestandteile wiederverwendet werden. Dieser Prozess findet in allen Zellen des Körpers im Sinne einer permanenten Zellreparatur oder zur Energiegewinnung bei Nährstoffmangel statt und wird in bestimmten Situationen stark gesteigert. Autophagie ist bei vielen Erkrankungen wie Krebs sowie kardiovaskulären, neurodegenerativen, metabolischen und weiteren Erkrankungen gestört.

Das IMMUNsystem – YOung versus AGed – „ImmunYoAge“

In diesem Promotionskollegs sollen junge Mediziner schon während des Studiums für eine akademische Karriere begeistert werden, indem sie in strukturierter Weise an die Wissenschaft herangeführt werden und die Faszination, die von biomedizinischer Forschung ausgehen kann, hautnah miterleben. Inhaltlich sollen die molekularen Determinanten für die Altersspezifität von immunvermittelten Erkrankungen herausgearbeitet, die Ursachen für altersspezifisch unterschiedliche Erkrankungsverläufe besser verstanden und hierauf aufbauend neue Therapien entwickelt werden.

Entstehung von hämatologischen Neoplasien und kardiovaskulären Erkrankungen auf dem Boden der klonalen Hämatopoese: Gemeinsamkeiten und Besonderheiten

Klonale Hämatopoese bezeichnet das Auftreten von Leukämie-assoziierten Mutationen im Blut von Individuen ohne Hinweis für eine Blutkrebs-Erkrankung. Dieses erst seit wenigen Jahren bekannte Phänomen tritt in altersabhängiger Häufigkeit auf und läßt sich in ca. einem Drittel der Bevölkerung ab 65 Jahren nachweisen. Betroffene Individuen leiden vermehrt an kardiovaskulären und bösartigen Erkrankungen, ihr Gesamtüberleben ist meist verkürzt.

Else Kröner Fresenius Zentrum für Optogenetische Therapien bewilligt

(umg/mbexc/pug/dpz/MPI-NAT/MPI-DS/HAWK) Die Forschung zur Weiterentwicklung von „Hören mit Licht“ und weiteren optogenetischen Therapien wird maßgeblich beschleunigt. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) hat Mittel in Höhe von bis zu 37,4 Millionen Euro für die Einrichtung und den Betrieb des Zentrums für Optogenetische Therapien am Standort Göttingen zugesichert. Der Göttinger Antrag überzeugte die Jury der EKFS im nationalen Wettbewerb gegenüber 32 weiteren Bewerbungen.

Das lösliche HLA-Immunopeptidom als aktiver Modulator und Biomarker für die T-Zell-Immunität bei Krebserkrankungen

Unser Immunsystem und im besonderen Abwehrzellen (T-Zellen) kämpfen gegen Krebs, indem sie bestimmte Peptide erkennt, die von sogenannten menschlichen Leukozytenantigenen (HLA) auf Tumorzellen präsentiert werden. Das ist die Grundlage für Fortschritte in der Krebsimmuntherapie. Die Forschung hat sich bisher auf HLA-Moleküle und deren Peptide an der Zelloberfläche konzentriert, während lösliche HLA-Moleküle (sHLA) in Körperflüssigkeiten weniger Beachtung fanden.

Aktivierung repetitiver Genomsequenzen zur Steigerung der Immunogenität maligner Hirntumore

Glioblastome sind die häufigste maligne Krebserkrankung des Gehirns. Selbst unter maximaler Therapie führen sie innerhalb von ein bis zwei Jahren zum Tod. Leider sind Immuntherapien, die bei anderen Tumorentitäten effektiv sind, bei Glioblastomen bisher nicht wirksam. Einer der möglichen Erklärungsansätze liegt in der Beobachtung, dass Glioblastome ein Milieu aufweisen, das das Immunsystem unterdrückt. Im Rahmen des vorliegenden Projekts soll durch eine gezielte Aktivierung von repetitiven Genomsequenzen das Immunsystem in einem Mausmodell für Glioblastome aktiviert werden.