Das Kindergesundheitsprogramm Malawi Else Kröner: Nutzung von Synergien für Prävention und Behandlung

Förderbeginn
Organisation: Friede Springer Stiftungsprofessur für globale Kindergesundheit an der Universität Witten/Herdecke
Partnerland: Malawi
Partnerorganisation vor Ort: Paediatric and Child Health Association of Malawi (PACHA); Kamuzu University of Health Sciences, Malawi (KUHeS)
Auch in Malawi hält ungesunde Ernährung Einzug: Fast Food und Süßigkeiten sind in der Hauptstadt Lilongwe leicht zugänglich.

Situation vor Ort:

Zwar sinken Infektionskrankheiten und Säuglingssterblichkeit in Malawi dank gezielter Programme. Hohes Bevölkerungswachstum und der epidemiologische Wandel stellen jedoch das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Screening, Prävention, Diagnose und Behandlung von chronischen und nicht übertragbaren Krankheiten (non-communicable diseases, NCD), Verletzungen und Behinderungen treten stärker in den Fokus.  
 

Ziele:

Um die Kindergesundheit in Malawi zu verbessern und um die entsprechenden nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen werden evidenzbasierte, lokal relevante Maßnahmen zur Förderung der Kindergesundheit, insbesondere für NCD, bereitgestellt und Synergien bei der Entwicklung von Leitlinien und Schulungen, bei deren Umsetzung und Überwachung, genutzt.

Indikatoren:
  • Jahre 1-2: Stärkung der Kapazitäten für die Programmleitung, Konsensbildung unter den nationalen Akteuren und Partnern, Entwicklung von Leitlinien, Schulungs- und Information, Education and Communication (IEC) -Materialien, App und Monitoring & Evaluation (M&E) -Infrastruktur
     
  • Jahre 3-4: Schulungen und Umsetzung der Leitlinien mit Training on-the-job, Mentoring und Supervision, Einsatz und Pilotierung einer innovativen App
     
  • Jahr 5: Konsolidierung aller Prozesse und Verfahren, Analyse und Bewertung zur Messung der Auswirkungen

 

Maßnahmen:

Kernkomponenten des Programms sind:

  • Leitlinien, die einen hohen Standard der Kindergesundheitsversorgung darstellen, dienen in Verbindung mit einem M&E-System, das die Rechenschaftspflicht fördert, der Verbesserung der Dienstleistungsqualität.
     
  • Der evidenzbasierte, vielschichtige Ansatz für eine effektive Ausbildung unter der lokalen Leitung von PACHA und KUHeS sowie die postgraduale Ausbildung für pädiatrische Assistenzärzte stärken das Gesundheitspersonal und das lokale Gesundheitssystem nachhaltig.
     
  • Die Umsetzung der Leitlinien zunächst in Distrikten mit der höchsten Krankheitslast verbessert die Zugänglichkeit der Dienste.
     
  • In den Prozess der Entwicklung und Umsetzung der Leitlinie und der Schulungspakete sind alle Akteure der Kindergesundheitsversorgung in den verschiedenen Abteilungen des Gesundheitsministeriums, der KUHeS und der PACHA eingebunden - eine landesweite Konsultation fördert lokale Netzwerke.
     
  • Der Einsatz einer innovativen App erleichtert die interaktive Schulung, die leitlinienkonforme Versorgung und die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsfachkräften.
     
  • Das Programm wendet wissenschaftliche Methoden an, um dessen Wirkungen zu untersuchen.
Nachhaltigkeit:

Faktoren, die Nachhaltigkeit unterstützen:

  • Ziele und die Strategie des Programms sind das Ergebnis einer Bedarfsanalyse und von Konsultationen durch lokale malawische Experten für Kindergesundheit. Sie entsprechen nationalen, bilateralen und globalen Gesundheitsprioritäten.
     
  • Das Programm schließt verschiedene Berufsgruppen ein, fördert die Verbindungen zwischen ihnen und arbeitet fachübergreifend. Die Sensibilisierungskomponente steigert in den Gemeinden die Nachfrage nach bestimmten Dienstleistungen. Damit vermeidet das Programm einen isolierten, eigenständigen Ansatz, und ebnet den Weg für Nachhaltigkeit.
     
  • Das Programm ist evidenz-basiert. Die neuen Leitlinien und Schulungspakete stützen sich auf die neuesten technischen Erkenntnisse und Standards - zugeschnitten auf den malawischen Kontext.    
     
  • Gesundheit, insbesondere der Kinder, ist eng mit Entwicklung und Wohlstand verbunden, Grundlage für die langfristige die Entwicklung des Landes.

 

Besonderheiten:
  • Die Entwicklungsprozesse für Leitlinien, Trainingspakete, App, Kommunikationsstrategie, Pilotierung der Umsetzung sowie M&E sind eng verknüpft
  • Aktivitäten gehen von nationalen Strukturen (PACHA, Gesundheitsministerium) aus und stärken diese
  • Fokus auf NCD

 

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