Nurses upgrading program

Förderbeginn
Organisation: AKO Aktionskreis-Ostafrika e.V., Traunstein
Partnerland: Tansania
Partnerorganisation vor Ort: Kibosho School of Nursing der Catholic Diocese of Moshi
Image: Stipendiaten

Situation vor Ort:

Tansania wächst jedes Jahr um ca. 1,5 Mio Menschen und rangiert unter den 30 ärmsten Ländern der Welt. Es herrscht ein eklatanter Mangel an medizinischem Personal. Die Gesundheitsversorgung wird vor allem in ländlichen Regionen von Menschen mit Krankenpflegerausbildung (Nurses) geleistet. Trotz dieses Mangels gibt es arbeitslose Nurses, da sie es sich nicht leisten können, die letzte Stufe der kostenpflichtigen Ausbildung zu bezahlen. Diese letzte Stufe ist notwendig, damit sie in Krankenstationen auch ohne ärztliche Aufsicht behandeln dürfen.
Tansania ist seit mehr als 40 Jahren ohne kriegerische Konflikte und hat in den letzten 5 Jahren massiv die Korruption bekämpft. Dies macht sich positiv bemerkbar auf der Einnahmeseite des Staates. Im Gleichklang dazu wächst die Wirtschaftsleistung. Das ist gut, passiert aber spät. Das Wachstum der Bevölkerung verwäscht die Wirkung dieser Anstrengungen. Das Land wird auf absehbare Zeit finanzielle Hilfe auf diesem Weg brauchen.
 

Ziele:

Verbesserung der medizinischen Versorgung der armen und ländlichen Bevölkerung.

Indikatoren:
  • Anzahl der Nurses, die nach dem Upgrade aus der Arbeitslosigkeit in ein Arbeitsverhältnis eintreten
  • Anzahl der Nurses, die im Jahr 3 nach Start des Projektes noch in Arbeit sind
  • Anzahl der Nurses, die im Jahr 3 nach Start des Projektes noch in ländlichen Dispensaries tätig sind

 

Maßnahmen:
  • Die Diocese sucht 80 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, die aus armen Verhältnissen kommen und schon über einen Abschluss Level 5 verfügen. Mit den Mitteln der EKFS wird diesen die einjährige Ausbildung zum Level 6 ermöglicht.
  • Die Diocese verpflichtet sich, die Absolventinnen und Absolventen einzustellen und in ihren Dispensaries und Krankenstationen einzusetzen.

 

Nachhaltigkeit:

80 Level-6 ausgebildete Nurses in Funktion, von denen jede ca. 20 Patientinnen und Patienten an 250 Arbeitstagen sichten und behandeln kann, dies bedeutet 400.000 zusätzliche Untersuchungen p.a.. Nutznießer sind Bewohner ländlicher Regionen. Deren Abwanderungsdruck sinkt deutlich durch die nun vorhandene medizinische Versorgung.

Besonderheiten:

1. Das Problem ist nicht aus den üblichen, offiziellen Statistiken herauslesbar. Es ist eine Schattenarbeitslosigkeit, auf deren Existenz uns unsere tansanischen Partner hingewiesen haben.

2. Das Projekt soll zeigen, dass man mit relativ geringen Mitteln eine erhebliche Verbesserung der medizinischen Versorgung erreichen kann, indem man

-  die Protagonisten, hier Betreiber der Krankenstationen, Ausbildungseinrichtung, Level-5-Nurses vertraglich bindet

- eine regionale Klammer findet (hier: Einzugsgebiet der Diocese) innerhalb derer die Maßnahme konzertiert gesteuert werden kann und damit konzentriert wirkt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.