Untersuchung eines zelltypübergreifenden, funktionellen microRNA-125a Netzwerks als Treiber der Sepsis-induzierten Koagulopathie
Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der eine fehlgeleitete Immunreaktion zu Organversagen führen kann. Eine häufige und besonders gefährliche Komplikation ist die Sepsis-induzierte Koagulopathie. Dabei gerät das Gerinnungssystem aus dem Gleichgewicht, und kleine Blutgerinnsel können entstehen. Dadurch kann die Durchblutung lebenswichtiger Organe zusätzlich beeinträchtigt werden. Warum diese Gerinnungsstörung entsteht, ist bisher nur unvollständig verstanden.
In diesem Projekt untersuchen die Forschenden die Rolle der microRNA-125a, eines kleinen regulatorischen RNA-Moleküls, das Entzündungsprozesse in verschiedenen Zelltypen steuern kann. Sie wollen klären, wie microRNA-125a ein zellübergreifendes Netzwerk beeinflusst, das Immunzellen, Endothelzellen und die Blutgerinnung miteinander verbindet. Dafür kombinieren sie Zellkulturmodelle, Blutmaterial von Sepsis-Patientinnen und -Patienten sowie moderne molekulare Analysen. Ziel ist es, neue Mechanismen der Sepsis-induzierten Koagulopathie zu verstehen und Ansatzpunkte für zukünftige gezielte Therapien zu identifizieren.
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